Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen
Leon SchulzKinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen
Eine französische Kinderschutzorganisation hat sich gegen Online-Marktplätze ausgesprochen, die Kleidung mit Bezug zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verkaufen. Die von Arnaud Gallais gegründete Initiative Mouv'Enfants forderte nach der Entdeckung von Sweatshirts und T-Shirts mit Epsteins Initialen und Motiven auf Plattformen wie Etsy, Vinted, AliExpress und eBay Konsequenzen.
Bei den beanstandeten Artikeln handelte es sich unter anderem um Sweatshirts mit den Initialen JEE (Jeffrey Edward Epstein) sowie T-Shirts, die Epstein zusammen mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in einem roten Herzen zeigen. Mouv'Enfants verurteilte die Verkäufe als obszön und kritisierte, dass die kommerzielle Verwertung des Bildes eines Kinderschänders dessen Verbrechen an Minderjährigen verharmlose.
Gallais forderte die Plattformen auf, solche Produkte vollständig zu verbieten, und prangerte mangelnde Kontrollen an. Die Organisation kritisierte zudem die Straflosigkeit großer Digitalkonzerne und betonte, Epstein dürfe niemals als kulturelles Vorbild stilisiert werden. Vinted und eBay kündigten daraufhin an, die betreffenden Artikel zu entfernen; Vinted bekräftigte seine Null-Toleranz-Politik gegenüber Merchandise-Artikeln, die sexuellen Missbrauch verherrlichen.
Die Kontroverse war Anfang März 2026 aufgekommen, wobei keine umfassenden Daten zu ähnlichen Angeboten mit Bezug zu anderen verurteilten Straftätern auf verschiedenen Plattformen vorliegen.
Vinted und eBay haben mittlerweile zugesagt, die Epstein-bezogene Kleidung zu löschen. Mouv'Enfants setzt sich weiterhin für strengere Kontrollen beim Online-Verkauf von Artikeln ein, die verurteilte Kriminelle verherrlichen. Der Fall wirft erneut Fragen zur Verantwortung von Plattformen bei der Verhinderung schädlicher Inhalte auf.






