Kurdischer Solidaritätsmarsch in Halle überraschend abgesagt – nur 20 Teilnehmer erschienen
Moritz HoffmannKurdischer Solidaritätsmarsch in Halle überraschend abgesagt – nur 20 Teilnehmer erschienen
Geplanter kurdischer Solidaritätsmarsch in Halle abgesagt
Ein für Samstag geplanter Solidaritätsmarsch für die Kurden in Halle wurde abgesagt, nachdem deutlich weniger Teilnehmer als erwartet erschienen. Die Organisatoren des Rojava-Bündnisses Halle hatten mit einer großen Demonstration zur Unterstützung Rojavas gerechnet, der autonomen kurdischen Region in Syrien. Doch am Treffpunkt versammelten sich nur etwa 20 Menschen.
Die Veranstaltung sollte ein Zeichen der Solidarität mit Rojava setzen und sich in eine Reihe von Protesten kurdischer und Minderheitenrechtsgruppen gegen den Dschihadismus einreihen. Ähnliche Kundgebungen, wie etwa jene der Kurdischen Gemeinde Deutschland, richteten sich in den letzten Monaten gegen Personen wie Ahmed al-Scharaa. Die Polizei hatte sich auf eine große Menschenmenge vorbereitet und rund zehn Streifenwagen sowie Einsatzfahrzeuge in der Nähe des Landesmuseums für Vorgeschichte postiert.
Auch die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG) hatte ihre Verkehrsaufsicht entsandt, um Umleitungen für die Straßenbahn zu koordinieren. Da die Teilnehmerzahl jedoch weit hinter den Erwartungen zurückblieb, sagten die Organisatoren den Marsch ab. Am Nachmittag fuhr eine kleine Autokolonne durch die Stadt, aus deren Fenstern kurdische Flaggen geweht wurden. Unterdessen musste ein ziviler Polizeifahrzeug wegen einer Panne vom ADAC mit seinen "Gelben Engeln" abgeschleppt werden.
Das Rojava-Bündnis Halle kündigte daraufhin eine Ersatzveranstaltung an: eine stationäre Kundgebung auf dem Marktplatz am kommenden Samstagnachmittag.
Die Absage folgt auf einen deutlichen Rückgang der erwarteten Teilnehmerzahl, weshalb der Protest nun in Form einer kleineren, ortsfesten Versammlung stattfinden soll. Auch die kommende Kundgebung wird sich auf kurdische Rechte und die Solidarität mit Rojava konzentrieren – wenn auch in einem anderen Format. Zu den Gründen für die geringe Beteiligung haben sich die Organisatoren bisher nicht geäußert.
Contrasting Protests: Large Rojava Demonstrations in Stuttgart Highlight Low Turnout in Halle
Recent large-scale Rojava solidarity protests in Stuttgart contrast sharply with Halle's low turnout. Key details:
- On 26 January 2026, thousands of pro-Rojava activists stormed a CDU office in Stuttgart amid violent clashes.
- A follow-up demonstration on 1 February 2026 drew similar crowds, requiring heavy police deployment.
- These events occurred just weeks before Halle's canceled march, illustrating regional disparities in protest momentum.






