Neue Beraterin in der Stadtverwaltung sorgt für politische Diskussionen
Jonas SchulteNeue Beraterin in der Stadtverwaltung sorgt für politische Diskussionen
Die Stadtverwaltung hat nach einer öffentlichen Ausschreibung der Stelle Kim Theisen als leitende Beraterin eingestellt. Acht Bewerber:innen hatten sich auf die Position beworben. Die Ernennung sorgt für Aufmerksamkeit – nicht zuletzt wegen Theisens politischem Hintergrund und ihren Verbindungen.
Aktuell arbeitet Kim Theisen als Sachbearbeiterin im Bodenschutzrecht. Sie verfügt über einen Bachelorabschluss in öffentlicher Verwaltung und brachte Erfahrung aus ihrer Tätigkeit im Hauptfinanzausschuss sowie im Rechnungsprüfungsausschuss des Stadtrats mit.
Als Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat wurde sie von Andreas Lukas, dem Leiter der Stadtentwicklung, ausgewählt. Lukas, Jurist mit Promotion und Mitglied der Grünen, war 2023 mit Unterstützung von CDU, SPD und Grünen gewählt worden. Kritiker:innen sehen in Theisens Ernennung eine Form der Ämterpatronage angesichts der politischen Verflechtungen.
Unterdessen gibt es Rückschläge bei der Sanierung des Stadttheaters. Die ursprünglich für Januar 2026 geplante Wiedereröffnung verzögert sich um ein Jahr – der neue Termin ist nun Januar 2027. Die Gesamtkosten sind auf 45,6 Millionen Euro gestiegen, hinzu kommen 5,5 Millionen Euro an Mehrkosten. Die Verantwortlichen führen unvorhergesehene Ereignisse als Grund an und warnen vor weiteren möglichen Komplikationen.
Das Stadttheater wird damit ein Jahr später als geplant eröffnet. Der deutlich gestiegene Haushalt spiegelt die Herausforderungen des Umbauprojekts wider. Theisens neue Rolle beginnt in einer Phase, in der sowohl ihre Ernennung als auch das Theaterprojekt weiterhin kritisch begleitet werden.






