Niedersachsens Wirtschaft 2024: Rückgang trotz wachsender Dienstleistungsbranchen
Leon SchulzNiedersachsens Wirtschaft 2024: Rückgang trotz wachsender Dienstleistungsbranchen
Niedersachsens Wirtschaft erlebte 2024 einen Rückgang, da die Umsätze bei umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen insgesamt sanken. Besonders betroffen waren der Energiesektor und die verarbeitende Industrie, die deutliche Einbußen verzeichneten. Zwar verzeichneten einige Dienstleistungsbranchen ein Wachstum, doch die Verluste in Produktion und Handel belasteten die wirtschaftliche Gesamtbilanz des Landes spürbar.
Der Gesamtumsatz der umsatzsteuerpflichtigen Betriebe in Niedersachsen sank um 1,8 Prozent und lag bei rund 746 Milliarden Euro. Am stärksten litt der Energiesektor mit einem Rückgang der Erlöse um 17 Prozent. Auch die Industrie kämpfte mit Problemen und verbuchte ein Minus von 5,5 Prozent.
Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes waren vor allem der Maschinenbau, die Metallherstellung und -verarbeitung von den Einbrüchen betroffen. Diese Verluste überlagerten die Zuwächse in anderen Bereichen, etwa bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, die ein kräftiges Umsatzplus verzeichneten. Auch wissenschaftliche, technische und unternehmensnahe Dienstleistungen entwickelten sich positiv.
Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen stieg die Zahl der registrierten Unternehmen im Land leicht an. Mit einem Plus von 0,6 Prozent erhöhte sich die Gesamtzahl auf 276.260 Betriebe. Doch dieser Zuwachs konnte die Umsatzrückgänge in den Schlüsselsektoren nicht ausgleichen.
Die Zahlen für 2024 zeichnen ein gemischtes Bild der niedersächsischen Wirtschaft: Während dienstleistungsorientierte Branchen Widerstandsfähigkeit zeigten, zogen die starken Einbrüche in Energie und Industrie die Gesamtumsätze nach unten. Nun steht das Land vor der Aufgabe, diese sektoralen Ungleichgewichte im kommenden Jahr anzugehen.






