21 March 2026, 08:05

Patt bei Landtagswahl: Grüne und CDU vor zähen Koalitionsgesprächen in Baden-Württemberg

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht vor dem Kanzleramt in Berlin mit Reportern, umgeben von Menschen mit Mikrofonen, mit Gebäuden im Hintergrund.

Skandal-Post vor der Wahl - Fischer bittet Hagel um Vergebung - Patt bei Landtagswahl: Grüne und CDU vor zähen Koalitionsgesprächen in Baden-Württemberg

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Grüne und CDU nach Pattsituation vor schwierigen Koalitionsverhandlungen

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Die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 endete mit einem beispiellosen Patt zwischen Grünen und CDU. Beide Parteien errangen jeweils 56 Sitze, obwohl die Grünen mit 30,2 Prozent der Stimmen knapp vor der CDU (29,7 Prozent) lagen. Das Ergebnis zwingt die langjährigen Koalitionspartner nun zu schwierigen Verhandlungen, um eine Regierung zu bilden.

Doch noch bevor die Sondierungsgespräche richtig beginnen, hat eine öffentliche Entschuldigung einer Grünen-Politikerin die politische Spannung weiter verschärft.

Das Wahlergebnis markiert das erste Mal seit einem Jahrzehnt, dass Grüne und CDU keinen klaren Weg zur Fortsetzung ihrer Koalition vorfinden. Seit 2016 regieren beide Parteien gemeinsam, doch diesmal sorgt die gleiche Sitzverteilung für Unsicherheit. Da keine anderen realistischen Koalitionsoptionen bestehen – alle anderen Parteien lehnen eine Zusammenarbeit mit der AfD ab – müssen die beiden Lager entweder ihre Partnerschaft fortsetzen oder riskieren eine längere politische Blockade.

Während des Wahlkampfs war es zu Spannungen gekommen, nachdem die Grünen-Abgeordnete Zoe Mayer ein umstrittenes Video aus dem Jahr 2018 geteilt hatte. Darin äußert sich der CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel bewundernd über eine minderjährige Schülerin. Nur zwei Wochen vor der Wahl tauchte der Clip wieder auf und löste weitere Kritik aus, als die Grünen-Politikerin Simone Fischer ihn mit einem Foto Hagels und der Schlagzeile "Offizielle Warnung" sowie dem Text "Versteckt eure Kinder" erneut veröffentlichte.

Fischer schwieg zunächst zu den Vorwürfen und löschte den Beitrag später. Doch mit Blick auf die anstehenden Koalitionsgespräche entschuldigte sie sich nun direkt bei Hagel und bezeichnete die Veröffentlichung als Fehler. Die CDU hatte den Grünen bereits eine "schmutzige Kampagne" vorgeworfen – Fischers Entschuldigung scheint nun darauf abzielen, die Stimmung vor den offiziellen Verhandlungen zu entspannen.

Grüne und CDU müssen nun nicht nur ihre politischen Unterschiede überwinden, sondern auch die Konflikte aus dem Wahlkampf hinter sich lassen, um eine stabile Regierung zu bilden. Da keine alternative Mehrheit in Sicht ist, wird ihre Fähigkeit, Streitigkeiten – einschließlich Fischers Entschuldigung – beizulegen, darüber entscheiden, ob Baden-Württemberg einer politischen Lähmung entgeht. Die Sondierungsgespräche haben begonnen, doch der weitere Weg bleibt ungewiss.

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