Rentenkommission plant schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters bis 68 Jahre
Lea KrauseRentenkommission plant schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters bis 68 Jahre
Die Rentenkommission der Bundesregierung schlägt eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters vor. Demnach soll das Renteneintrittsalter bis 2041 schrittweise auf 67,5 Jahre und bis 2051 auf 68 Jahre steigen. Die Bundesregierung unterstützt die Pläne, obwohl zunehmend Bedenken hinsichtlich der Fairness zwischen verschiedenen Berufsgruppen laut werden.
Aktuell gehen alle Arbeitnehmer in Deutschland, die nach 1964 geboren wurden, mit 67 Jahren in Rente. Die Vorschläge der Kommission sehen vor, die Möglichkeit einer abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. Das hätte zur Folge, dass alle länger arbeiten müssten – insbesondere jene ohne Hochschulabschluss.
Bundeskanzler Friedrich Merz argumentierte, dass Menschen, die später ins Berufsleben einsteigen, weniger eingezahlt hätten als jene, die mit 16 Jahren beginnen und 45 Jahre durchgehend arbeiten. Die Kommission lehnte zudem den Vorschlag ab, das Renteneintrittsalter an die Beitragsjahre zu koppeln.
Im neuen System würden Akademiker – die in der Regel mehr verdienen und länger leben – über einen längeren Zeitraum höhere Renten beziehen. Gleichzeitig könnten Arbeitnehmer in körperlich anspruchsvollen Berufen Schwierigkeiten haben, das reguläre Renteneintrittsalter zu erreichen, und müssten möglicherweise eine individuelle Gesundheitsprüfung durchlaufen, um früher in Rente gehen zu können.
Die Regierung treibt die Pläne voran: Das Renteneintrittsalter wird schrittweise erhöht, und die Möglichkeit eines vorzeitigen, abschlagsfreien Rentenbeginns nach 45 Arbeitsjahren entfällt. Beschäftigte in belastenden Berufen könnten zusätzliche Untersuchungen benötigen, um früher aus dem Erwerbsleben auszusteigen.
