S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet 2026 – mit jahrelangen Einschränkungen für Pendler
Jonas SchulteS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet 2026 – mit jahrelangen Einschränkungen für Pendler
Nordrhein-Westfalen treibt Ausbau der S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach voran
Nordrhein-Westfalen setzt ein großes Modernisierungsprojekt für die S-Bahn-Linie S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach um. Das 836 Millionen Euro teure Vorhaben umfasst den Bau von fünf neuen oder erweiterten Bahnsteigen, Barrierefreiheitsverbesserungen und langfristig eine Verdopplung des Zugtakts. Pendler müssen sich jedoch auf jahrelange Einschränkungen während der Bauarbeiten einstellen.
Die Landesregierung steuert 305 Millionen Euro bei, der Bund übernimmt 531 Millionen Euro. Nach Erteilung der Planfeststellung kann die DB InfraGO nun Ausschreibungen starten und Gleissperrungen koordinieren. Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass alle noch ausstehenden Genehmigungen bis zu diesem Sommer vorliegen werden.
Die ersten Bauarbeiten beginnen kurz nach Ostern 2026 und bringen die ersten von mehreren längeren Betriebsunterbrechungen mit sich. Die Bahnhöfe Holweide und Dellbrück werden vom 9. Juli bis 15. Oktober 2027 für Sanierungsarbeiten geschlossen. Die einschneidendste Phase – der Bau eines zweiten Gleises – ist derzeit für Anfang 2030 bis Anfang 2032 vorgesehen, wobei Verzögerungen aufgrund von Konflikten mit anderen Infrastrukturprojekten nicht ausgeschlossen sind.
Zum Ausbau gehören fünf neue oder modernisierte Bahnsteige: je einer am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz, ein erweiterter Bahnhof mit vier Gleisen in Bergisch Gladbach sowie ein komplett neuer Haltepunkt mit zwei Bahnsteigen in Köln-Kalk-West. Bestehende Stationen erhalten zudem barrierefreie Zugänge und Mittelbahnsteige. Nach Abschluss der Arbeiten wird die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten.
Ziel des Projekts ist es, die S11 bis Anfang 2032 zu einer hochfrequentierten, voll barrierefreien Strecke auszubauen. Doch mit einer Bauzeit von sechs Jahren und mehreren Stationsschließungen müssen Fahrgäste mit erheblichen Reisebehinderungen rechnen. Die Gesamtkosten von 836 Millionen Euro spiegeln den Umfang der Maßnahmen wider – vom zweigleisigen Ausbau bis zur Modernisierung der Bahnhöfe im gesamten Netz.






