04 April 2026, 00:34

Sachsen-Anhalt gründet Taskforce gegen Drohnen und Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen

Mehrere Militärhubschrauber auf dem Rollfeld eines Flughafens geparkt, umgeben von Gras und einer Straße, mit Gebäuden, Texttafeln, Pfählen, Fahrzeugen und anderen Gegenständen im Hintergrund und einem Wasserzeichen in der rechten unteren Ecke.

Besser auf Krisen und Katastrophen vorbereitet - Sachsen-Anhalt gründet Taskforce gegen Drohnen und Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen

Sachsen-Anhalt richtet neue Resilienz-Taskforce zum Schutz kritischer Infrastrukturen ein

Angesichts wachsender Bedrohungen, darunter Drohnen-Sichtungen, baut Sachsen-Anhalt eine neue Resilienz-Taskforce auf, um kritische Infrastrukturen besser zu schützen. Der Schritt folgt auf einen deutlichen Anstieg von Sicherheitsvorfällen im Jahr 2025, darunter Cyberangriffe, Sabotageakte und Drohnen-Sichtungen. Innenministerin Tamara Zieschang wird das ressortübergreifende Team leiten.

Die Taskforce vereint Vertreter aller Landesministerien sowie der Staatskanzlei. Ihre Aufgabe besteht darin, die Reaktion auf ein breites Spektrum an Risiken zu koordinieren – von Cyberbedrohungen und Sabotage über Extremwetter bis hin zu unerlaubten Drohnenflügen. Betreiber essenzieller Dienstleistungen wie Energie, Wasser, Gesundheitswesen und Verkehr werden verpflichtet, strengere Vorsorgemaßnahmen umzusetzen.

Allein im vergangenen Jahr verzeichnete Sachsen-Anhalt eine hohe zweistellige Zahl von Vorfällen, die sich gegen kritische Infrastrukturen richteten. Fast alle Cyberangriffe im mittleren zweistelligen Bereich ließen sich auf eine Kampagne einer russischen Hackergruppe im Juli 2025 zurückführen. Diese Attacken legten kommunale Verwaltungen in Sachsen-Anhalt und Thüringen lahm, nahmen Websites offline und trafen auch das Katastrophenschutz-Alarmsystem in Halle. Weitere Fälle umfassten Diebstahl, Sachbeschädigung, Brandstiftung sowie eine niedrige zweistellige Zahl von Drohnen-Sichtungen, vor allem über militärischen Einrichtungen.

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Umfassende Ermittlungen zu den Vorfällen laufen derzeit. Die Behörden haben zwar keine genauen Zahlen zu den betroffenen Standorten veröffentlicht, doch das Ausmaß der Störungen hat zu raschem Handeln geführt.

Die Taskforce wird Bedrohungen überwachen und in vitalen Sektoren, darunter militärische Einrichtungen, strengere Schutzmaßnahmen durchsetzen. Ihre Gründung unterstreicht das Bestreben des Landes, die Widerstandsfähigkeit gegen digitale wie physische Risiken, einschließlich unerlaubter Drohnenflüge, zu stärken. Betreiber kritischer Infrastrukturen müssen nun aktualisierte Sicherheitsprotokolle einhalten.

AKTUALISIERUNG

Sachsen-Anhalt's Resilience Taskforce: Building on Past Measures

The new Resilienz-Taskforce follows a 2022-2023 temporary preparatory staff focused on critical infrastructure resilience. Key developments include:

  • 2022-2023: A short-term Vorbereitungsstab ensured state administration functionality during crises, including prolonged power outages.
  • 2021-2025: Around 180 new sirens were installed to bolster disaster warning systems.
  • The current taskforce expands this approach with permanent coordination across ministries and sectors.