Sachsen-Anhalt reformiert frühkindliche Bildung mit verbindlichen Standards
Jonas SchulteSachsen-Anhalt reformiert frühkindliche Bildung mit verbindlichen Standards
Sachsen-Anhalt passt seinen Bildungsrahmen für die Frühkindliche Förderung an
Das Bundesland Sachsen-Anhalt hat seinen Bildungsplan für die frühe Kindheit überarbeitet. Die aktualisierten Richtlinien unter dem Titel „Bildung: elementar – Bildung von Anfang an“ traten am 1. August 2025 in Kraft und gelten nun verbindlich für alle Kitas und Tagespflegeeinrichtungen in der Region.
Der neue Rahmenplan legt besonderen Wert auf zentrale Bildungsbereiche, darunter Sprachförderung, Schulvorbereitung, demokratische Wertevermittlung, Umweltbewusstsein, Medienkompetenz, inklusive Förderung sowie die Stärkung der Kinderrechte.
Zur Umsetzung der Neuerungen hat das Land ein umfangreiches Fortbildungsprogramm aufgelegt. Rund 20.000 Fachkräfte aus dem Frühbereich absolvieren einen 16-stündigen Qualifizierungskurs. Verantwortlich für die Schulungen ist das Europäische Bildungszentrum für Beruf und Gesellschaft (EBG) mit Sitz in Magdeburg, das die Fortbildungen auf Basis eines standardisierten Lehrplans durchführt.
Das 1990 gegründete EBG betreibt eigene Kindertageseinrichtungen und ist auf berufliche Aus- und Weiterbildung spezialisiert. Für die Freistellung der Mitarbeiter während der Schulungen hat das Land 12,5 Millionen Euro bereitgestellt, um zusätzliche Personalkosten zu decken und den Regelbetrieb aufrechtzuerhalten.
Die überarbeiteten Vorgaben sind für alle Träger in Sachsen-Anhalt verbindlich. Die Fachkräfte erhalten strukturierte Fortbildungen, um die neuen Standards zu erfüllen. Mit den Mitteln und Kursen soll die Qualität der frühkindlichen Bildung im gesamten Land gestärkt werden.






