Sachsen-Anhalt wird zum europäischen Pharmazentrum mit EU-Hilfe ausgebaut
Leon SchulzSachsen-Anhalt wird zum europäischen Pharmazentrum mit EU-Hilfe ausgebaut
Sachsen-Anhalt will seine Position als zentraler Standort der europäischen Pharmaindustrie weiter ausbauen. Ministerpräsident Sven Schulze und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen haben vereinbart, die Zusammenarbeit bei der Erweiterung der Produktion von Arzneimitteln und Wirkstoffen in ganz Europa zu vertiefen. Eine gemeinsame Erklärung wurde nun unterzeichnet, um die Region zu einem europäischen Zentrum für pharmazeutische Innovation und Resilienz zu entwickeln.
Vertreter aus Landesregierung, Wissenschaft und Wirtschaft unterschrieben die Erklärung, um die Initiative voranzutreiben. Die Region beherbergt bereits große Unternehmen wie Salutas Pharma, IDT Biologika und Bayer, die Medikamente, Impfstoffe und Wirkstoffe herstellen. Der Weinberg Campus in Halle, auf dem über 100 Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen ansässig sind, hat seit seiner Gründung zudem rund 300 Start-ups hervorgebracht.
Um das Wachstum zu beschleunigen, wird Sachsen-Anhalt Investitionen durch vereinfachte Genehmigungsverfahren, die Bereitstellung zusätzlicher Flächen und eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen erleichtern. Fachkräfte sollen durch den Ausbau der beruflichen Ausbildung sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Hochschulen und Berufsschulen gesichert werden. Zudem wird die Region Innovation fördern, indem sie Forschung, Start-ups und neue Technologien unterstützt.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Steigerung der Produktionskapazitäten für lebenswichtige Arzneimittel und der Stärkung der Lieferketten, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Gleichzeitig will Sachsen-Anhalt sein Profil als Pharmastandort sowohl in Deutschland als auch international schärfen.
Die Vereinbarung zwischen Schulze und von der Leyen markiert einen wichtigen Schritt für die pharmazeutische Industrie in Sachsen-Anhalt. Die bestehende Infrastruktur und die neuen Maßnahmen zielen darauf ab, Investitionen, Fachkräfte und Innovationen anzuziehen. Dies könnte zu einer widerstandsfähigeren und sichtbareren Pharmaindustrie in Europa führen.






