14 June 2026, 14:03

Sachsen-Anhalts Arbeitsmarkt verändert sich durch schutzbedürftige Migranten rasant

Ungefähr 13.300 Asylsuchende haben in Sachsen-Anhalt einen sozialversicherungspflichtigen Job

Sachsen-Anhalts Arbeitsmarkt verändert sich durch schutzbedürftige Migranten rasant

Bis Ende 2024 hatte Sachsen-Anhalt 79.270 schutzbedürftige Menschen registriert. Darunter befanden sich 33.380 Männer und 23.210 Frauen im erwerbsfähigen Alter. Ihre wachsende Präsenz auf dem Arbeitsmarkt verändert zunehmend die Zusammensetzung der regionalen Belegschaften.

Die Zahl der Schutzsuchenden in regulärer Beschäftigung ist in den vergangenen fünf Jahren um 176 Prozent gestiegen. Ende 2024 hatten 13.330 von ihnen eine solche Stelle im Land inne. Ihr Anteil an allen Beschäftigten wird voraussichtlich bis 2025 auf 1,7 Prozent steigen – nach nur 0,6 Prozent im Jahr 2020.

Die meisten erwerbstätigen Schutzsuchenden sind jung und verfügen über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Sie arbeiten häufig in Einstiegspositionen oder als Hilfskräfte, vor allem in den Branchen Transport und Logistik, Gastronomie sowie im Beherbergungsgewerbe.

Unter den Bewerbern für eine Berufsausbildung stellen Schutzsuchende einen Anteil von 6,1 Prozent. Dennoch sind nur 27 Prozent der beschäftigten Schutzsuchenden Frauen – deutlich weniger als in der Gesamtbevölkerung, wo die Geschlechterverteilung nahezu ausgeglichen ist. Nach sechs Jahren steigen 68 Prozent der Männer dieser Gruppe erstmals in den Arbeitsmarkt ein, bei den Frauen sind es lediglich 22 Prozent.

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Die Integration von Schutzsuchenden in den Arbeitsmarkt Sachsen-Anhalts schreitet rasant voran. Ihre zunehmende Erwerbstätigkeit wird die wirtschaftliche Entwicklung der Region in den kommenden Jahren prägen. Die Daten zeigen dabei sowohl Fortschritte als auch anhaltende Ungleichheiten beim Zugang zu Beschäftigung.

Quelle