Sachsen erhöht Beamtengehälter nach CDU-SPD-Einigung um bis zu 5,8 Prozent
Jonas SchulteSachsen erhöht Beamtengehälter nach CDU-SPD-Einigung um bis zu 5,8 Prozent
Beamte in Sachsen erhalten Gehaltserhöhung nach Einigung von CDU und SPD
Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst Sachsens sollen mehr Geld erhalten, nachdem die regierende Koalition aus CDU und SPD im Freistaat beschlossen hat, die jüngste Tarifeinigung für den öffentlichen Sektor zu übernehmen. Damit folgt Sachsen dem Vorbild von Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.
Die Gehaltsvereinbarung sieht eine Erhöhung um 2,8 Prozent vor, mindestens jedoch 100 Euro mehr ab dem 1. April 2026. Es folgt eine weitere Anpassung um 2,0 Prozent zum 1. März 2027 und eine letzte Erhöhung um 1,0 Prozent zum 1. Januar 2028. Beide Parteien planen, einen Gesetzentwurf in den Landtag einzubringen, um die Gehälter und Pensionen an die aktuelle Tarifvereinbarung anzupassen.
Henning Homann, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, betonte, die Entscheidung solle die Wertschätzung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zum Ausdruck bringen und die Modernisierung der Verwaltung unterstützen. Jan Löffler, haushaltspolitischer Sprecher der CDU, bezeichnete das Ergebnis als "ausgewogen" und unterstrich, dass es aus Gründen der Fairness notwendig sei, die Tariferhöhung auch auf die Beamten zu übertragen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßte die Ankündigung der Koalition. Ralf Hron, stellvertretender DGB-Landesvorsitzender in Sachsen, hob die zentrale Rolle der Beamtinnen und Beamten für die Aufrechterhaltung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie hervor.
Mit der Vereinbarung passt Sachsen die Bezüge seiner Beamten an die bereits in anderen Bundesländern beschlossenen Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst an. Die gestaffelten Steigerungen über drei Jahre hinweg betreffen sowohl Gehälter als auch Pensionen und sorgen so für eine einheitliche Regelung im gesamten öffentlichen Sektor.






