Salzburger Festspiele: Direktorin Karin Bergmann tritt nach Currentzis-Kontroverse zurück
Lea KrauseSalzburger Festspiele: Direktorin Karin Bergmann tritt nach Currentzis-Kontroverse zurück
Salzburger Festspiele in neuer Kontroverse: Direktorin Karin Bergmann tritt ab
Die Salzburger Festspiele stehen erneut in der Kritik, während sich ihre Direktorin, Karin Bergmann, auf ihren Rückzug vorbereitet. Ihre Führung wurde zunehmend infrage gestellt – vor allem wegen ihrer Unterstützung für den Dirigenten Teodor Currentzis. Die Gründungsprinzipien des Festivals betonen die kulturelle und moralische Verantwortung der Kunst, Werte, die nun auf dem Prüfstand stehen.
Bergmann hatte das Amt übernommen, nachdem die Fehler ihres Vorgängers die Festspiele in eine Krise gestürzt hatten. Sie wollte zwischen Tradition und Erneuerung vermitteln, doch es fiel ihr schwer, sich von alten Bindungen zu lösen. Ihr Vorhaben, das Erbe des früheren Teams wiederzubeleben, stieß auf Skepsis.
Der größte Streit dreht sich um Teodor Currentzis, einen russischen Dirigenten mit Verbindungen zu Unternehmen wie Gazprom und VTB. Sein Ensemble MusicAeterna hat mit Angriffen auf deutsche Politiker und Vergleichen von Journalisten mit Nazis für Empörung gesorgt. Bergmanns Rückendeckung für Currentzis hat die Kritik weiter angeheizt.
Angesichts ihres bevorstehenden Abschieds läuft bereits die Suche nach einer Nachfolge. Die Anhörungen für ihre Nachfolgerin oder ihren Nachfolger sind für September geplant – ein möglicher Wendepunkt für die Ausrichtung des Festivals.
Bergmanns Amtszeit war geprägt vom Versuch, Tradition und Wandel in Einklang zu bringen. Nun steht das Festival unter Druck, seine Verbindungen zu umstrittenen Persönlichkeiten zu überdenken, ohne dabei seine Gründungsideale zu verraten. Die nächste Leitung wird eine gespaltene Institution übernehmen – und die Chance, ihre Zukunft neu zu gestalten.






