Schkopau stellt 2034 Braunkohle ein – Wasserstoff soll die Zukunft sichern
Lea KrauseSchkopau stellt 2034 Braunkohle ein – Wasserstoff soll die Zukunft sichern
Kraftwerk Schkopau in Süd-Sachsen-Anhalt soll bis Ende 2034 vom Netz gehen
Das Kraftwerk Schkopau in Süd-Sachsen-Anhalt wird bis spätestens Ende 2034 abgeschaltet und beendet damit den Betrieb mit Braunkohle. Die Anlage, die derzeit bis zu fünf Millionen Tonnen Braunkohle pro Jahr verfeuert, soll durch ein wasserstofftaugliches Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk (GuD) mit vergleichbarer Leistung ersetzt werden. Diese Entscheidung folgt Bestrebungen der regionalen Führung, den Standort langfristig zu sichern und die Energieversorgung über das Kohleausstiegsjahr 2034 hinaus zu gewährleisten.
Auf der jüngsten Energieministerkonferenz betonte Sachsen-Anhalts Energieminister, Prof. Dr. Armin Willingmann, die Bedeutung des Standorts Schkopau. Er bezeichnete die Pläne als „entscheidenden Impuls für die Region“, der deren Rolle in der deutschen Energieversorgung auch nach 2034 festige. Das neue GuD-Kraftwerk, das die aktuelle Leistung von 900 Megawatt erreichen soll, wird so konzipiert, dass es langfristig mit Wasserstoff betrieben werden kann.
Die Konferenz unterstützte zudem den Vorstoß Sachsen-Anhalts, den Strukturwandel mit sozialen Absicherungsmaßnahmen zu begleiten. Willingmann unterstrich die Notwendigkeit bezahlbarer Energie und schlug Entlastungen vor, um Haushalte und Unternehmen finanziell zu entlasten. Gleichzeitig verwies er darauf, dass Deutschland weiterhin stark von fossilen Brennstoffimporten abhängig sei – die eigene Versorgungssicherheit habe daher Priorität.
Darüber hinaus einigten sich die Minister auf den Aufbau einer strategischen Gasreserve. Willingmann regte an, bestehende Speicherkapazitäten in Sachsen-Anhalt zu nutzen, die derzeit 15,8 Prozent der deutschen Gesamtkapazität ausmachen. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Energieresilienz zu stärken und ostdeutsche Standorte in der Bundeskraftwerksstrategie zu fördern.
Der Wandel des Kraftwerks Schkopau – vom Braunkohle- zum wasserstofffähigen Gaskraftwerk – spiegelt die bundesweiten Bestrebungen wider, die Energieinfrastruktur zu modernisieren. Mit der neuen Anlage bleibt die 900-Megawatt-Leistung des Standorts erhalten, sodass die Region ihre Funktion in der Energieversorgung behält. Gleichzeitig sollen die geplante Gasreserve und die sozialen Begleitmaßnahmen den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen wirtschaftlich tragbar gestalten.






