Schwerverletzter nach Gleisüberquerung: Güterzug erfasst Betrunkenen bei Zerbst

Schwerverletzter nach Gleisüberquerung: Güterzug erfasst Betrunkenen bei Zerbst
Schwerverletzter nach Zusammenstoß mit Güterzug bei Zerbst
Am Dienstagabend, dem 14. Januar 2025, wurde ein 29-jähriger Mann in der Nähe von Zerbst von einem Güterzug erfasst. Der Unfall ereignete sich um 21:21 Uhr auf der Strecke Dessau–Magdeburg und führte zu erheblichen Verspätungen im gesamten Regionalverkehr.
Der stark alkoholisierte Mann hatte versucht, die Gleise zu überqueren, ohne den herannahenden Zug zu bemerken. Obwohl er nach dem Aufprall bei Bewusstsein blieb, erlitt er schwere Verletzungen. Rettungskräfte fanden ihn etwa vier Meter von den Gleisen entfernt und brachten ihn umgehend in ein Krankenhaus.
Der Güterzug war mit etwa 100 km/h unterwegs, als der Lokführer den Fußgänger entdeckte. Eine Notbremsung wurde eingeleitet, doch der Zug konnte nicht mehr rechtzeitig zum Stehen kommen. Nach dem Vorfall wurde der Lokführer vorläufig vom Dienst freigestellt, und die Strecke blieb fast zwei Stunden lang gesperrt. Ermittler der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) nahmen die Unfallstelle in Augenschein. Erst nach Abschluss aller notwendigen Dokumentationen konnte der Betrieb um 23:08 Uhr wiederaufgenommen werden. Durch den Zusammenstoß kam es zu massiven Behinderungen: 29 Züge hatten insgesamt 2.173 Minuten Verspätung, was für Pendler lange Wartezeiten zur Folge hatte, bis sich der Fahrplan allmählich normalisierte.
Die BEU ermittelt weiterhin zu den genauen Umständen des Unfalls. Der Bahnverkehr läuft inzwischen wieder, doch die Folgen des Vorfalls führten zu flächendeckenden Verspätungen. Der verletzte Mann befindet sich weiterhin in ärztlicher Behandlung.

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