27 March 2026, 12:11

Solingen: Kommunalpolitik unter Druck – mehr Transparenz bei geheimen Sitzungen gefordert

Ausführliche alte Karte von Zoffingen, Deutschland, die Straßen, Gebäude, Bäume und Text auf altem Papier zeigt.

Solingen: Kommunalpolitik unter Druck – mehr Transparenz bei geheimen Sitzungen gefordert

Forderungen nach mehr Transparenz in Solingens Kommunalpolitik werden lauter

Eine lokale Fraktion drängt auf strengere Regeln für nicht-öffentliche Sitzungen und kritisiert, dass vage Begründungen das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger untergraben. Im Mittelpunkt der Debatte steht, wie Rat und Ausschüsse mit geheimen Beratungen umgehen, ohne klare Rechtfertigungen zu liefern.

Die SG Zukunft, angeführt vom Fraktionsvorsitzenden Jan Höttges, übt scharfe Kritik am aktuellen System, das ihrer Ansicht nach Transparenz behindert. Zwar erlaubt § 7 der Geschäftsordnung nicht-öffentliche Sitzungen – doch die Fraktion wirft vor, die Begründungen seien oft unklar oder standardisiert. Dies verstoße gegen Verfahrensregeln und schwäche die Kontrollfunktion des Rates.

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Die Gruppe fordert, dass jeder Tagesordnungspunkt in nicht-öffentlichen Sitzungen eine schriftliche, fallbezogene Begründung enthalten muss. Reicht diese nicht aus, sollen die Themen automatisch in den öffentlichen Teil der Sitzung verschoben werden. Höttges betont, dass geheime Beratungen die Ausnahme bleiben müssten – nur in klar begründeten Sonderfällen zulässig sein sollten.

Daten dazu, wie häufig nicht-öffentliche Sitzungen in den vergangenen fünf Jahren stattfanden, liegen nicht vor. Diese fehlende Dokumentation schürt zusätzliche Bedenken hinsichtlich Rechenschaftspflicht und Offenheit bei lokalen Entscheidungen.

Ziel der Reformbestrebungen ist es, nicht-öffentliche Sitzungen nur dann zuzulassen, wenn sie absolut notwendig sind. Werden die Änderungen umgesetzt, müssten künftig detaillierte Begründungen für jede geheime Beratung vorgelegt werden – ein Schritt, der das Prinzip der Transparenz stärken würde. Das Ergebnis könnte die Arbeitsweise des Solinger Rates grundlegend verändern und den Bürgerinnen und Bürgern mehr Einblick in die Entscheidungsprozesse verschaffen.

Quelle