13 June 2026, 20:04

Sonderkommission JuRex nimmt 34-Jährigen nach Mordauftrags-Verdacht fest

Staatsanwaltschaft Sachsen-Anhalt startet neue Sonderkommission "JuRex" gegen rechtsextreme Jugendgruppen - erste Festnahme wegen versuchter Mordaufhetzung

Sonderkommission JuRex nimmt 34-Jährigen nach Mordauftrags-Verdacht fest

Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt hat eine Sonderermittlungsgruppe eingerichtet, um der rechtsextremen Radikalisierung unter Jugendlichen entgegenzuwirken. Am 10. Juni 2026 führten Beamte dieser Einheit im Rahmen der Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten Anstiftung zum Mord eine Durchsuchung in Gardelegen durch. Ein 34-jähriger Deutscher wurde in diesem Zusammenhang festgenommen.

Die unter dem Namen JuRex gebildete Sonderkommission wurde im Mai 2026 ins Leben gerufen, um der zunehmenden Radikalisierung und Gewalt unter Jugendlichen zu begegnen. Zu ihren Aufgaben gehört die Zusammenarbeit mit Schulen, sozialen Einrichtungen und anderen Behörden, um extremistische Einflüsse frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

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Rechtsextreme Gruppen wie „Jung & Stark“, „Deutsche Jugend voran“ und „Deutsche Jugend zuerst Halle (Saale)“ haben in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen. Diese Organisationen verbreiten rechtsextreme Narrative, richten sich häufig gegen die LGBTQ+-Community und verteilen extremistisches Material im Internet. Die meisten ihrer Mitglieder sind jung, oft minderjährig, und haben kaum oder keine Vorstrafen wegen politisch motivierter Delikte.

Der festgenommene Verdächtige wird beschuldigt, über soziale Medien einen Auftragsmord in Auftrag gegeben zu haben. Zudem wird gegen ihn wegen der Verbreitung verfassungsfeindlicher Inhalte an Minderjährige ermittelt. Nach seiner Festnahme wurde er dem Amtsgericht Gardelegen vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen.

Die Sonderermittlungsgruppe JuRex setzt ihre Bemühungen fort, extremistische Aktivitäten zu überwachen und ihnen entgegenzuwirken. Der Fall unterstreicht die anhaltende Herausforderung durch rechtsextreme Radikalisierung unter Jugendlichen. Die Behörden bleiben darauf fokussiert, weitere Rekrutierungen und die Verbreitung gefährlicher Ideologien zu verhindern.

Quelle