Spargelernte startet rekordfrüh – doch Preise könnten wegen Löhnen und Energiekosten steigen
Jonas SchulteAsparagusernte beginnt - Bauern erwarten steigende Preise - Spargelernte startet rekordfrüh – doch Preise könnten wegen Löhnen und Energiekosten steigen
Spargelernte in Rheinland-Pfalz hat begonnen – doch im Süden läuft sie noch zögerlich, im Norden verzögert
Landwirte warnen vor möglichen Preiserhöhungen in dieser Saison und verweisen auf gestiegene Energiekosten sowie die jüngste Anhebung des Mindestlohns für Saisonkräfte.
Die diesjährige Ernte startete bereits am 12. März im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg – so früh wie nie zuvor und zwei Tage früher als der bisherige Rekord aus dem Jahr 2024. Zwar begünstigten die Wetterbedingungen bisher das Wachstum, doch der arbeitsintensive Anbau macht die Bauern vollständig abhängig von Saisonarbeitern. deren Löhne stiegen 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde, und für 2027 ist eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro geplant.
Die Preise für Spargel hängen von Ertrag, Qualitätsstufe und Betriebskosten ab – alles Faktoren, die durch die Lohnerhöhung unter Druck geraten. Auch die Energiekosten sind stark gestiegen und belasten die Gewinnmargen zusätzlich. Dennoch werden größere Mengen erst ab April auf den Markt kommen, sodass die genauen Auswirkungen auf die Verbraucherpreise noch unklar sind.
Traditionell läuft die Hauptsaison für deutschen Spargel von April bis Juni, mit Schwerpunktregionen wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Doch während die Ernte in diesem Jahr im Südwesten besonders früh begann, verläuft sie in den nördlichen Gebieten Rheinland-Pfalz' deutlich langsamer.
Die Landwirte stellen sich auf höhere Kosten ein, doch wie stark die Preise für Verbraucher steigen werden, bleibt vorerst offen. Die Kombination aus frühem Erntestart, steigenden Löhnen und Energiekosten wird den Markt in dieser Saison prägen. Klare Aussagen werden erst möglich sein, wenn in den kommenden Wochen größere Mengen in den Handel kommen.






