26 June 2026, 08:03

Spionagevorwürfe gegen CISPA: Direktor Michael Backes vorläufig suspendiert

Verdacht auf akademische Spionage

Spionagevorwürfe gegen CISPA: Direktor Michael Backes vorläufig suspendiert

Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken gerät unter den Verdacht, in chinesische Wissenschaftsspionage verwickelt zu sein. Sein Direktor, Michael Backes, wurde nun vorläufig von seinen Aufgaben entbunden, während die Ermittlungen laufen.

Das Institut wurde 2011 gegründet und trat 2019 der Helmholtz-Gemeinschaft bei. Bedenken gab es insbesondere wegen der Zusammenarbeit mit chinesischen Forschenden – es bestand der Verdacht, dass Wissen und Daten nach China abflossen. In einer Forschungsgruppe stammten 18 von 19 Mitgliedern aus China, eine andere bestand ausschließlich aus chinesischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Ein unabhängiger Sonderprüfer soll in einer externen Untersuchung die Vorwürfe aufklären. Michael Backes verteidigte zwar die Maßnahmen des CISPA gegen chinesische Einflussnahme, willigte aber in seine vorläufige Suspendierung ein. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das 90 Prozent des CISPA-Budgets finanziert, will zunächst die Ergebnisse der Prüfung abwarten, bevor es Stellung bezieht.

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Trotz der Kontroverse bleiben die Pläne für einen Neubau des CISPA im Wert von 350 Millionen Euro bestehen. Die Suspendierung von Michael Backes ist vorläufig, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. Die Prüfung soll klären, ob es zu Fehlverhalten gekommen ist. Die Entscheidung des Ministeriums hängt von den Ergebnissen dieser Untersuchung ab.

Quelle