Stonewall-Jubiläum in Halle: 57 Jahre Widerstand gegen Unterdrückung und Kapitalismus
Leon SchulzStonewall-Jubiläum in Halle: 57 Jahre Widerstand gegen Unterdrückung und Kapitalismus
Kundgebung in Halle (Saale) zum 57. Jahrestag des Stonewall-Aufstands
Rund 50 Teilnehmer:innen aus linkspolitischen Gruppen versammelten sich in Halle (Saale), um an den historischen Stonewall-Aufstand zu erinnern. Die Demonstrierenden trugen ein Transparent mit der Aufschrift „Faschismus & Kapital? LGBTQ+ wehrt sich.“
Der Marsch startete am Leipziger Turm, zog durch die Innenstadt und endete am Steintor. Die Protestierenden skandierten Parolen wie „Das Bürgertum beendet keinen Hass und keine Homophobie“ und „LGBTQ+ in den Widerstand“. Redner:innen betonten die Bedeutung des Stonewall-Jubiläums und kritisierten Kapitalismus, Patriarchat sowie die politischen Eliten.
Der Stonewall-Aufstand begann nach einer Polizeirazzia im Stonewall Inn in New Yorks Greenwich Village an einem Sommertag im Juni 1969. Damals war Homosexualität in weiten Teilen der USA noch verboten. Die Razzia löste Straßenkämpfe aus und markierte einen Wendepunkt der modernen LGBTQ+-Bewegung.
Die Organisator:innen zogen das Fazit, dass wahre Befreiung einen vereinten, internationalen Kampf gegen Kapitalismus und Patriarchat erfordert. Die Kundgebung in Halle erinnerte an einen entscheidenden Moment der LGBTQ+-Geschichte – und rief zugleich zu weiterem Widerstand gegen strukturelle Unterdrückung auf. Die Veranstalter:innen betonten die Notwendigkeit globaler Solidarität im Kampf für Gleichberechtigung.
