30 June 2026, 02:04

Streit um Hitzeschutz: Landkreistag kritisiert Bundesmittel als unzureichend

Landkreistag lehnt Schneiders Aussagen zur Hitzeschutzmaßnahmen ab

Streit um Hitzeschutz: Landkreistag kritisiert Bundesmittel als unzureichend

Der Deutsche Landkreistag hat die Aussagen von Bundesumweltminister Carsten Schneider zu ausreichenden Mitteln für den lokalen Hitzeschutz zurückgewiesen. Achim Brötel, Präsident des Verbands, argumentierte, der Sonderfonds der Regierung bleibe weit hinter dem tatsächlich Notwendigen zurück. Er betonte, dass nachhaltige Lösungen langfristige Investitionen und eine solide Planung erforderten.

Bundesumweltminister Carsten Schneider hatte kürzlich 100 Milliarden Euro für Maßnahmen zur Klimaanpassung hervorgehoben und diese Summe als ausreichend bezeichnet, um den Hitzeschutzbedarf in ganz Deutschland zu decken.

Brötel widersprach vehement. Er bezeichnete den Sonderfonds als bloßen „Tropfen auf den heißen Stein“ und bestand darauf, dass dieser keine kontinuierliche Kommunalfinanzierung ersetzen könne. Nach Ansicht Brötels seien dauerhafte Personalstellen und verlässliche Planungsgrundlagen unverzichtbar für einen wirksamen Hitzeschutz.

Kommunen gehen bereits gegen die steigenden Temperaturen vor: Sie erstellen Hitzeaktionspläne, beraten Einrichtungen und setzen Anpassungsstrategien um. Brötel unterstrich, dass für den Erfolg dieser Maßnahmen dauerhafte finanzielle Ressourcen entscheidend seien.

Streitpunkt ist, ob die Bundesmittel ausreichen. Brötel vertritt die Position, dass nur langfristig gesicherte Mittel es den Kommunen ermöglichen, nachhaltige Hitzeschutzmaßnahmen umzusetzen. Die Haltung des Verbands spiegelt damit die breiteren Bedenken hinsichtlich Umfang und Verlässlichkeit der aktuellen Förderung wider.

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