21 March 2026, 22:04

Streit um Nahverkehr in Sachsen-Anhalt: ver.di-Streik legt Städte lahm und spaltet Politiker

Protestierende mit Transparent 'Kein Grind Lo Feuer' gegen deutsche Sparpolitik, mit Gebäuden, Bäumen und Fahrzeugen im Hintergrund bei klarem blauem Himmel.

Streit um Nahverkehr in Sachsen-Anhalt: ver.di-Streik legt Städte lahm und spaltet Politiker

Öffentlicher Nahverkehr in Sachsen-Anhalt bleibt lahm – Streik der Gewerkschaft ver.di hält an

In Sachsen-Anhalt, darunter auch in Halle (Saale), steht der öffentliche Nahverkehr weiterhin still, da der Streik der Gewerkschaft ver.di sich hinzieht. Die Arbeitsniederlegung soll voraussichtlich bis Montagmorgen andauern und sorgt für massive Einschränkungen im gesamten Bundesland. Mittlerweile haben sich auch Politiker zu Wort gemeldet und die Vorgehensweise der Gewerkschaft scharf kritisiert – die Auseinandersetzung spitzt sich weiter zu.

Andreas Silbersack, Landesvorsitzender der FDP in Sachsen-Anhalt, verurteilte die Taktik von ver.di als "bewusste Lahmlegung" des Landes. Er warf der Gewerkschaft vor, den Konflikt bewusst zu eskalieren, statt nach Kompromissen zu suchen. Forderungen wie weniger Arbeit bei gleichem Lohn bezeichnete er als unverantwortlich. Silbersack betonte, dass die wiederholten Stillstände im Nahverkehr die Wirtschaft der Region "vergiften" und Investitionen sowie Arbeitsplätze gefährden würden.

Der FDP-Politiker rief ver.di auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, anstatt die Proteste auf der Straße fortzusetzen. Die Gewerkschaft nehme bewusst schwerwiegende Folgen in Kauf – von gestrandeten Pendlerinnen und Pendlern über finanzielle Verluste für Unternehmen bis hin zu unterbrochenem Schulbetrieb für Schülerinnen und Schüler. Silbersack machte deutlich, dass die Lahmlegung ganzer Städte kein geeignetes Mittel für Tarifverhandlungen sei.

Offizielle Zahlen, wie viele Beschäftigte im Verkehrssektor Sachsen-Anhalts sich am Streik beteiligen, liegen bisher nicht vor. Fest steht jedoch, dass der Ausstand bereits seit Tagen tausende Menschen ohne zuverlässige Verkehrsverbindungen zurücklässt.

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Der Streik wird vorerst bis mindestens Montag andauern, sodass Anwohner und Unternehmen weiter mit dem Verkehrschaos klarkommen müssen. Die Warnungen der FDP unterstreichen die Befürchtung langfristiger wirtschaftlicher Schäden, sollten solche Konflikte ungelöst bleiben. Bis auf Weiteres bleibt Pendlerinnen und Pendlern in Halle und ganz Sachsen-Anhalt nichts anderes übrig, als nach Alternativen für ihre Wege zu suchen.

Quelle