27 June 2026, 02:06

Stuttgart 21: Bahnhofs-Eröffnung verschiebt sich auf 2031 – Kosten explodieren auf 14,5 Mrd. Euro

Kosten für Stuttgart 21 steigen erneut in Milliardenhöhe

Stuttgart 21: Bahnhofs-Eröffnung verschiebt sich auf 2031 – Kosten explodieren auf 14,5 Mrd. Euro

Die Eröffnung des neuen unterirdischen Bahnhofs von Stuttgart 21 verzögert sich erneut. Die Deutsche Bahn (DB) rechnet nun mit einer Fertigstellung im Jahr 2031 – fünf Jahre später als zuletzt geplant. Das Projekt, das ursprünglich mit Kosten von 4,5 Milliarden Euro veranschlagt wurde, hat inzwischen ein Budget von 14,5 Milliarden Euro.

Die Bauarbeiten für Stuttgart 21 begannen 2010. Noch im selben Jahr kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten, die sich gegen den Abriss des alten Bahnhofs wandten. Über 100 Protestierende wurden dabei verletzt. Ein Jahr später wurden die Grünen, die das Vorhaben stets abgelehnt hatten, bei der Landtagswahl zweitstärkste Kraft.

Das Projekt leidet seit Jahren unter anhaltenden Rückschlägen. Mehr als 1.000 Kilometer Kabel und Leitungen wurden fehlerhaft verlegt und müssen nun ausgetauscht werden. Kritiker verweisen zudem auf gravierende Mängel, darunter unzureichende Brandschutzmaßnahmen und technische Planungsfehler. DB-Chefin Evelyn Palla nannte kürzlich die Schwierigkeiten bei der Digitalisierung des Stuttgarter Eisenbahnknotens als eine der Hauptursachen für die Verzögerung.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir fordert mehr Transparenz bei den Fortschritten und verlässliche Angaben zum Fertigstellungstermin. Trotz aller Hindernisse bleibt der unterirdische Bahnhof das Kernstück des Projekts, das den bestehenden Kopfbahnhof ersetzen soll.

Nach dem aktualisierten Zeitplan soll der Bahnhof nun 2031 in Betrieb gehen. Die Kosten haben sich seit Baubeginn mehr als verdreifacht. Technische Pannen, politischer Widerstand und steigende Ausgaben prägen weiterhin die Entwicklung des Vorhabens.

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