Südstadt-Center in Halle: Vandalismus und Proteste gegen dauerhafte Schließung
Lea KrauseSüdstadt-Center in Halle: Vandalismus und Proteste gegen dauerhafte Schließung
Geschlossenes Südstadt-Center in Halle: Vandalismus nimmt zu – Bürger fordern Wiedereröffnung
Das geschlossene Südstadt-Center in Halle ist zunehmend Ziel von Vandalismus – Diebe haben es besonders auf Kupferkabel abgesehen. Unterdessen versammelten sich Anwohner zum sechsten Mal zu Protesten und forderten die erneute Öffnung des Einkaufszentrums. Ungewiss bleibt indes die Zukunft des Gebäudes, während Behörden und Investoren nach Lösungen suchen.
Das Südstadt-Center hatte im Februar schließen müssen, nachdem die Stadt schwere Verstöße gegen den Brandschutz festgestellt hatte. Die Behörden hielten die Schließung angesichts der Risiken für unvermeidbar. Seither verschärfte sich der Verfall des Geländes weiter: Weil der Eigentümer die Stromrechnungen nicht beglich, wurde die Energieversorgung komplett abgestellt.
Verärgert über die anhaltende Schließung organisierten Anwohner am vergangenen Wochenende eine weitere Demonstration. Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt nahm teil, konnte jedoch keine konkreten Pläne für eine baldige Wiedereröffnung vorlegen. Protestsprecher Daniel Mahler warnte vor den Folgen für die südlichen Stadtteile Halles, sollte das Einkaufszentrum dauerhaft geschlossen bleiben.
Hinter den Kulissen verhandelt unterdessen ein Vertreter der Stadt mit potenziellen Investoren. Eine der diskutierten Optionen sieht vor, in der Nähe ein kleineres Ersatzzentrum zu errichten, falls das ursprüngliche Gebäude nicht gerettet werden kann. Zudem versprach die Stadt, eine Liste mit 35 Fragen der Protestgruppe innerhalb weniger Tage zu beantworten.
Zunehmende Einbrüche verschärfen die Dringlichkeit: Die Polizei nahm kürzlich Diebe fest, die Kupferkabel stahlen – ein weiteres Zeichen für die wachsenden Sicherheitsrisiken auf dem verlassenen Gelände.
Die Zukunft des Südstadt-Centers hängt nun von den laufenden Verhandlungen zwischen Stadt und Investoren ab. Die Entscheidung, ob das bestehende Gebäude wiedereröffnet oder ein Neubau entsteht, wird die Entwicklung des Viertels prägen. Die Behörden kündigten an, in den kommenden Tagen Antworten auf die Sorgen der Bürger zu geben.






