19 April 2026, 18:06

Suhl beschließt umstrittenen Regionalplan für 40 neue Windkraft-Vorranggebiete

Windkraftanlage in einem bewaldeten Gebiet mit bewölktem Himmel und Bergen im Hintergrund.

Suhl beschließt umstrittenen Regionalplan für 40 neue Windkraft-Vorranggebiete

Öffentliche Versammlung in Suhl: Regionalplan für Windenergie in Südwestthüringen beschlossen

Bei einer öffentlichen Sitzung in Suhl wurde am Mittwoch ein neuer Regionalplan für die Windenergie in Südwestthüringen verabschiedet. Der Entwurf sieht 40 Vorranggebiete für Windkraftanlagen vor, davon sieben in der Rhön. Rund 150 Demonstranten versammelten sich draußen zu einer schweigenden Protestkundgebung gegen den Ausbau.

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Die Regionalplanungsgemeinschaft Südwestthüringen (RPG) hatte die Sitzung einberufen, um über die zweite Fassung des Regionalplans abzustimmen. Die beschlossene Version erweitert die für Windkraftanlagen vorgesehenen Flächen von 0,15 % auf 1,7 % der Region – das entspricht etwa 6.900 Hektar. Eine bemerkenswerte Änderung war die Umbenennung der ehemaligen Vorrangzone Wind 4 ("Bornkopf") in Vorrangzone Wind 14 ("Salzunger Berg bei Weilar").

Der Landrat des Wartburgkreises, Michael Brodführer (CDU), der den Vorsitz der RPG innehat, würdigte vor der Abstimmung die Demonstranten. Im Saal wurde der Plan mit 21 Stimmen angenommen, während der Landrat des Landkreises Sonneberg, Robert Sesselmann (AfD), und der unabhängige Bürgermeister von Schalkau, Mark Schwimmer, gegen den Entwurf stimmten. Unter den Protestierenden befanden sich auch Mitglieder der Bürgerinitiative Stadtlengsfeld gegen Windräder im Wald (BI), die sich vor dem Veranstaltungsort versammelt hatten.

Ab dem 18. Mai läuft nun eine achtwöchige öffentliche Auslegungsfrist, in der Anwohner und Beteiligte die geplanten Windenergiezonen einsehen und Stellungnahmen abgeben können.

Der beschlossene Plan erweitert die Windenergiekapazitäten in der Region deutlich – mit 40 ausgewiesenen Zonen. Die Konsultation bietet eine letzte Möglichkeit zur Mitwirkung vor der Umsetzung. Die Entscheidung folgt auf monatelange Debatten, während Kritiker weiterhin Bedenken gegen Windkraftanlagen in Wäldern äußern.

Quelle