Tankrabatt enttäuscht: Warum Autofahrer kaum von der Steuerentlastung profitieren
Jonas SchulteTankrabatt enttäuscht: Warum Autofahrer kaum von der Steuerentlastung profitieren
Tankrabatt in Deutschland enttäuscht: Versprochene Ersparnisse bleiben aus
Der seit dem 1. Mai geltende Tankrabatt in Deutschland hat den Autofahrern nicht die versprochenen vollen Ersparnisse gebracht. Zwar sind die Spritpreise leicht gesunken, doch die Vorteile verteilen sich ungleich – sowohl zwischen verschiedenen Einkommensgruppen als auch Kraftstoffarten.
Die Regierung hatte die Mineralölsteuer um 17 Cent pro Liter gesenkt, doch die Tankstellen geben die Entlastung nicht vollständig an die Verbraucher weiter. Bei Superbenzin lag die durchschnittliche Ersparnis nur bei 12 Cent pro Liter. Dieselkunden profitierten noch weniger: Hier sanken die Preise im Schnitt lediglich um 4 Cent pro Liter.
Experten führen die geringen Rabatte bei Diesel auf Deutschlands Abhängigkeit von Kraftstoffimporten zurück. Zudem gibt es Kritik an der unpräzisen Ausgestaltung der Maßnahme. Haushalte mit höherem Einkommen, die in der Regel mehr fahren, profitieren überproportional – während einkommensschwächere Familien kaum entlastet werden.
Trotz der temporären Preissenkungen hat der Tankrabatt den Gesamtverbrauch von Benzin und Diesel kaum gedämpft. Die Entlastung an den Zapfsäulen fällt bescheiden aus, und die Wirkung bleibt uneinheitlich. Besonders Diesel bleibt teurer als erwartet. Zudem begünstigt die Regelung eher wohlhabendere Autofahrer als Haushalte mit knappem Budget.






