Thüringen erhält 2,5 Milliarden Euro für Strukturreformen und Infrastruktur
Lea KrauseWolf: "Geschwindigkeit zahlt sich bei Investitionen aus" - Thüringen erhält 2,5 Milliarden Euro für Strukturreformen und Infrastruktur
Thüringen erhält 2,5 Milliarden Euro Bundesförderung über zwölf Jahre
Thüringen wird in den kommenden zwölf Jahren Bundesmittel in Höhe von 2,5 Milliarden Euro erhalten. Das Land plant, die Gelder für dringende Strukturreformen einzusetzen – mit Schwerpunkt auf Krankenhäusern, Digitalisierung und öffentlichen Dienstleistungen.
Finanzministerin Katja Wolf betonte die Notwendigkeit zügigen Handelns und verwies auf globale Unsicherheiten wie den Iran-Konflikt und steigende Kosten als zentrale Gründe für die beschleunigte Umsetzung der Investitionen.
Bis 2024 sollen 633 Millionen Euro fließen, was etwa einem Viertel der Gesamtzuweisung entspricht. Priorität erhalten bereits in Planung befindliche Projekte, darunter 10 Millionen Euro für die digitale Gesundheitsversorgung, 8 Millionen Euro für Niederflurbusse und 16 Millionen Euro für ein neues Landesrechenzentrum.
Zusätzlich wurden 75 Millionen Euro speziell für die Krankenhausreform bereitgestellt. Die Landesregierung will zudem langjährige Investitionsstaus abbauen und so die Infrastruktur für Bürger und Unternehmen verbessern.
Anders als andere Bundesländer startet Thüringen bis 2029 ein separates Förderprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro für Kommunen. Dieser Fonds unterstützt unterfinanzierte Vorhaben in den Bereichen Sicherheit, Energie, Bildung und Forschung. Um den Zugang zu beschleunigen, übernimmt das Land Zinsen und Rückzahlungen und reduziert so bürokratische Hürden für die Gemeinden.
Ministerin Wolf unterstrich die Dringlichkeit: Verzögerungen könnten zu höheren Kosten führen, insbesondere angesichts der anhaltenden internationalen Spannungen, die die Materialpreise beeinflussen.
Die Mittel sollen helfen, öffentliche Dienstleistungen und Infrastruktur in Thüringen zu modernisieren. Mit 2,5 Milliarden Euro über zwölf Jahre will das Land zentrale Lücken in Gesundheitswesen, Verkehr und digitalen Systemen schließen.
Kommunen profitieren zudem von einem eigenen Förderprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro, das schnelleren Zugang zu Mitteln mit weniger Verwaltungsaufwand ermöglicht.






