Thüringens Biogasanlagen kämpfen um Zukunft ohne EEG-Förderung bis 2025

Wie können Biogasanlagen wirtschaftlich weiterbetrieben werden? - Thüringens Biogasanlagen kämpfen um Zukunft ohne EEG-Förderung bis 2025
Thüringens Biogasbranche steht vor großer Herausforderung: EEG-Förderung läuft für viele Anlagen in drei Jahren aus
Um Betreiber bei diesem Wandel zu unterstützen, hat das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz ein Beratungsprojekt ins Leben gerufen. Ab sofort können Anlagenbetreiber kostenlose Fachberatung in Anspruch nehmen, um auch nach dem Wegfall der Subventionen wirtschaftlich arbeiten zu können.
In Thüringen gibt es rund 400 Biogasanlagen, davon verlieren etwa 20 Prozent bis 2025 ihre Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Bisher sichern diese Anlagen eine stabile regionale Wärme- und Stromversorgung und helfen, Schwankungen bei Wind- und Solarenergie auszugleichen. Um den Betreibern den Übergang zu erleichtern, hat die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) gemeinsam mit externen Beratern, darunter das Unternehmen GICON, ein kostenloses Expertenberatungsangebot entwickelt.
Die Betreiber können verschiedene Strategien prüfen, um auch ohne EEG-Förderung rentabel zu bleiben – etwa die Eigennutzung des Stroms, die Aufbereitung von Biomethan zu Kraftstoff oder die Einspeisung von aufbereitetem Biomethan ins Gasnetz. Biogas deckt derzeit 12 Prozent des Thüringer Strombedarfs, deutlich mehr als der Bundesdurchschnitt von 6,5 Prozent.
Angesichts des auslaufenden EEG-Förderungszeitraums bietet das Beratungsprojekt des Thüringer Umweltministeriums den Betreibern eine wichtige Stütze. Durch die Erschließung alternativer Einnahmequellen können sie die Zukunft dieser zentralen erneuerbaren Energiequelle sichern – und so sowohl die regionale Versorgungssicherheit als auch den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft unterstützen.

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