Trumps goldene Riesenstatue in Miami spaltet die Gemüter vor dem Bau
In Miami könnte bald eine geplante goldene Statue des früheren US-Präsidenten Donald Trump in seiner geplanten Präsidialbibliothek stehen. Die überlebensgroße Figur, die höher als eine Boeing 747-8 sein soll, hat bereits unter Anhängern wie Kritikern für Diskussionen gesorgt. Goldene Statuen lebender politischer Führungspersönlichkeiten sind weltweit äußerst selten – das macht dieses Projekt zu einer ungewöhnlichen Angelegenheit.
Der Entwurf der Statue entsteht zu einer Zeit, in der Trump weiterhin mit umstrittenen Themen Schlagzeilen dominiert. Aktuelle Debatten drehen sich etwa um die Rechtmäßigkeit des Irakkriegs, die Definition von "Bezahlbarkeit", Bedenken hinsichtlich der Briefwahl sowie Diskussionen über das Geburtsortsprinzip bei der Staatsbürgerschaft. Selbst die Rolle des früheren Vizepräsidenten Mike Pence wurde vom Ex-Präsidenten infrage gestellt.
Historisch betrachtet wurden Statuen umstrittener Führungspersönlichkeiten in Zeiten sozialer Unruhen oft entfernt oder zerstört. Beispiele hierfür sind die Sturz der Statue von König Georg III. in New York, die Demontage von Napoleon-Denkmälern in Europa oder die Zerstörung von Saddam-Hussein-Statuen im Irak. Kritiker befürchten, dass auch die goldene Trump-Statue ein ähnliches Schicksal ereilen könnte – besonders vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen seit den "No Kings"-Protesten und Vergleichen mit dem Fall von Versailles.
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom zog Parallelen zwischen der geplanten Statue und anderen goldenen Monumenten umstrittenen Persönlichkeiten wie Mao Zedong, Kim Il-sung oder Turkmenistans Saparmurat Nijasow. In den USA sind goldene Statuen ungewöhnlich und meist symbolisch – sie stehen für Reichtum oder Erfolg, tragen aber mitunter auch spöttische Untertöne. Eine Guerilla-Kunstgruppe namens Secret Handshake installierte einst eine goldene Toilette auf dem National Mall, um Trumps Renovierungen im Weißen Haus während einer nationalen Krise zu karikieren.
Mit einer Höhe, die jene einer Boeing 747-8 – ein Geschenk Katars – übertrifft, wirft die Statue Fragen nach den gestalterischen Prioritäten der Bibliothek auf. Berichten zufolge ist nur wenig Platz für Bücher in dem monumentalen Bau vorgesehen, was die Kritik weiter anheizt.
Sollte die Statue errichtet werden, wäre sie eines der wenigen modernen Beispiele eines lebenden Politikers, der in vergoldeter Form verewigt wird. Ihre Platzierung in Trumps Präsidialbibliothek in Miami sorgt dafür, dass sie sowohl Bewunderung als auch Kontroversen auf sich ziehen wird. Über das Schicksal des Projekts könnte letztlich die öffentliche Reaktion entscheiden – und der Präzedenzfall, den frühere Denkmäler polarisierender Figuren gesetzt haben.






