14 June 2026, 04:04

Ulla Schmidt fordert radikale Reformen bei Pflege und Rente

Ulla Schmidt plädiert für höhere Rente

Ulla Schmidt fordert radikale Reformen bei Pflege und Rente

Ulla Schmidt, Vorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Bundesgesundheitsministerin, fordert umfassende Reformen der deutschen Pflege- und Rentensysteme. Sie kritisiert, dass das aktuelle Pflegesystem mangelhaft sei und dringend verändert werden müsse. Zu ihren Vorschlägen gehören eine Anhebung des Renteneintrittsalters sowie eine Neuordnung der Finanzierung von Pflegeleistungen.

Schmidt schlägt vor, die Einnahmen aus den Pflegeversicherungsbeiträgen in einem gemeinsamen Pflegefonds zusammenzufassen. Dadurch könnten Leistungen kollektiv finanziert und Kürzungen für Bedürftige vermieden werden. Eine gemeinsame Mittelverwendung für Aufgaben in der Langzeitpflege würde das System ihrer Ansicht nach gerechter gestalten.

Zudem plädiert sie dafür, Steuer- und Pflegereformen mit familienpolitischen Maßnahmen zu verknüpfen. Ihr Ansatz sieht vor, dass alle Bürger über Steuern zur Finanzierung beitragen – nicht nur über Sozialabgaben. Dies ließe sich ihrer Meinung nach mit einem einfachen Bundestagsbeschluss umsetzen, ohne dass eine Grundgesetzänderung nötig wäre.

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Beim Thema Rente betont Schmidt die Notwendigkeit, diejenigen zu unterstützen, die ihr Berufsleben nicht verlängern können. Sie setzt sich für stärkere Anreize ein, länger zu arbeiten, und für eine angemessene Absicherung durch Erwerbsminderungsrenten. Eine schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters hält sie für unverzichtbar, um die Nachhaltigkeit des Systems zu sichern.

Schmidts Reformvorschläge zielen auf eine solidarischere Finanzierung von Pflege und Familienpolitik ab. Dazu gehören die Zusammenlegung von Versicherungseinnahmen und eine Ausweitung steuerfinanzierter Beiträge. Sie besteht darauf, dass diese Änderungen notwendig sind, um Bedürftige zu entlasten und die Zukunft der Sozialsysteme zu sichern.

Quelle