Vandalen verwüsten Zoo Karlsruhe: Tiere durch Müll in Lebensgefahr
Moritz HoffmannMüll in Tiergehegen: Tiere müssen überwacht werden - Vandalen verwüsten Zoo Karlsruhe: Tiere durch Müll in Lebensgefahr
Zoo Karlsruhe nach nächtlichem Vandalismus-Angriff verwüstet
Unbekannte haben in der vergangenen Nacht den Zoo Karlsruhe heimgesucht und Tiergehege mit Müll übersät. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, hat jedoch bisher weder Verdächtige noch klare Hinweise darauf, wie die Eindringlinge auf das Gelände gelangt sind.
Die Täter drangen unter dem Schutz der Dunkelheit in den Zoo ein und verteilten Abfall in mehreren Gehegen. Die Wasserbecken der Humboldt-Pinguine, Seelöwen, Robben und Eisbären wurden mit zerrissenen Schildern, Einweggeschirr und Plastikflaschen verunreinigt. Selbst das Affenhaus wurde mit Eiscreme beschmiert, während in einem der Tierbereiche Holzbesteck gefunden wurde.
Die Beamten des Polizeipräsidiums Karlsruhe werten derzeit Überwachungsaufnahmen aus und bitten um Zeugenaussagen. Besonders interessieren sie sich für Hinweise auf verdächtige Aktivitäten in der Nähe des Zoos während der Nachtstunden. Trotz der Bemühungen ist jedoch weiterhin unklar, wie die Vandalen das Gelände betreten konnten.
Ein Sprecher des Zoos, Timo Deible, verurteilte die Tat als "traurig und empörend". Durch den Vandalismus seien die Tiere direkt in Gefahr geraten, da sie schädliche Gegenstände verschlucken oder versteckte Verletzungen davontragen könnten. Sichtbare Anzeichen von Stress oder Verletzungen könnten jedoch erst mit Verzögerung auftreten.
Der Zoo steht nun vor der Aufgabe, die Schäden zu beseitigen und die betroffenen Tiere medizinisch zu überwachen. Die Polizei sucht weiterhin nach Spuren, doch der Fall bleibt vorerst ungeklärt. Zeugen werden aufgefordert, sich mit Hinweisen zu melden.