19 March 2026, 14:08

Villeroy & Boch mit Umsatzplus 2025 – doch 2026 droht der Absturz durch Nahost-Krise

Grafik zeigt reduzierte Erwartungen für zukünftige Öleinfuhren mit begleitendem erklärendem Text.

Iran-Kriegswolken trüben Ausblick für Villeroy & Boch - Villeroy & Boch mit Umsatzplus 2025 – doch 2026 droht der Absturz durch Nahost-Krise

Villeroy & Boch meldet leichten Umsatzanstieg 2025 – doch 2026 droht ein drastischer Einbruch

Der Keramikhersteller Villeroy & Boch verzeichnete im vergangenen Jahr ein bescheidenes Umsatzplus von 1,8 Prozent und erreichte damit rund 1,45 Milliarden Euro. Doch der eskalierende Konflikt im Nahen Osten zwingt das Unternehmen nun zu einer deutlichen Korrektur seiner Finanzprognose für 2026.

2025 erzielte Villeroy & Boch einen Nettogewinn von 14,7 Millionen Euro – mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts (6,6 Millionen Euro). Zudem investierte das Unternehmen 45,8 Millionen Euro in Modernisierungen, darunter ein neues Lagersystem und fortschrittliche Brenntechnik. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Optimierung des Produktionsnetzwerks, die zur Schließung des Werks im belgischen Roeselare führte.

Doch die Lage verschärfte sich dramatisch nach März 2024, als sich der Nahostkonflikt zuspitzte. Zwar hielt im Oktober 2025 eine fragile Waffenruhe im Gazastreifen kurzzeitig, doch folgten bald Israels Pläne zur Einnahme von Gaza-Stadt. Trotz eines im November 2024 geschlossenen Waffenstillstands hielten die Gefechte zwischen Hisbollah und Israel im Libanon an. Bis März 2026 eskalierte die Situation zu einem vollumfänglichen Krieg der USA und Israels gegen den Iran mit tausenden Luftangriffen. Die Instabilität griff auf die gesamte Golfregion über: Iranische Drohnen attackierten Riad, während Israel mit Mehrfrontenbedrohungen konfrontiert war.

Villeroy & Boch spürt die Auswirkungen direkt. Die Umsätze in Israel und am Golf sind auf null gesunken, und für April werden nur noch 30 Prozent des Vorjahresniveaus erwartet. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Rückgang des Umsatzes um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentwert. Das bereinigte EBIT soll auf 75 bis 85 Millionen Euro fallen – nach 97,8 Millionen Euro im Jahr 2025.

Die angepasste Prognose spiegelt die schweren Folgen des Golfkonflikts wider. Ohne Einnahmen aus Schlüsselmärkten und mit sinkenden Erträgen steht das Unternehmen vor einem schwierigen Jahr. Beobachter werden genau verfolgen, wie Villeroy & Boch auf die anhaltende Instabilität reagiert.

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