29 March 2026, 04:05

Volkswagen setzt trotz Krise auf Elektroauto-Zukunft und Rivian-Partnerschaft

Liniengraph, der den Anstieg der Verkaufszahlen von batterieelektrischen Fahrzeugen in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Volkswagen setzt trotz Krise auf Elektroauto-Zukunft und Rivian-Partnerschaft

Volkswagen treibt trotz aktueller finanzieller Herausforderungen seine großen Investitionen in die Elektroauto-Technologie weiter voran. Der Aktienkurs des Konzerns ist in diesem Jahr um fast 19 Prozent gefallen und schloss am Freitag bei 86,04 Euro. Gleichzeitig brachen die Exporte nach China stark ein und erreichten nur noch 13,6 Milliarden Euro – weniger als die Hälfte des Werts von 2022.

Um diesen Druck zu begegnen, setzt Volkswagen auf Kostensenkungen und den Ausbau der lokalen Produktion in Schlüsselmärkten. Zudem beschleunigt das Unternehmen Partnerschaften, darunter eine vertiefte Zusammenarbeit mit dem US-Elektroautohersteller Rivian, um Fahrzeuge der nächsten Generation zu entwickeln – die sogenannten softwaredefinierten Fahrzeuge (SDVs). Die zonale Fahrzeugarchitektur von Volkswagen, das Fundament der SDV-Strategie, hat nun umfangreiche Dauerbelastungstests erfolgreich bestanden. Das System steuert zuverlässig kritische Funktionen wie Allradantrieb und Traktionskontrolle. Diese validierte Technologie wird künftige Elektromodelle in westlichen Märkten prägen, wobei die ersten auf SDV basierenden Fahrzeuge ab 2027 erwartet werden.

Darüber hinaus testet Volkswagen sein lenkradloses Konzeptfahrzeug Gen.Urban im realen Stadtverkehr von Wolfsburg. Das experimentelle Fahrzeug unterstreicht den Anspruch des Konzerns, die Mobilität in Städten neu zu definieren.

Unterdessen hat Volkswagen seinen Anteil an Rivian im Juni 2025 mit einer zusätzlichen Milliarde US-Dollar auf 12,3 Prozent erhöht. Die Partnerschaft, die Teil eines potenziellen Gesamtinvestments von 5,8 Milliarden US-Dollar bis Januar 2028 ist, konzentriert sich auf die gemeinsame Entwicklung zonaler Architekturen und SDV-Technologie. Zwar stärkt dies die E-Auto-Pläne in den USA, doch hängen konkrete Modellstarts von den allgemeinen Marktbedingungen ab.

Um die Belegschaft zu stabilisieren, zahlt Volkswagen den Mitarbeitenden im Mai eine Prämie von 1.250 Euro. Gleichzeitig bereitet sich das Unternehmen auf neue Elektromodelle vor, darunter den kompakten Epiq-SUV von Škoda, dessen Markteinführung für den Herbst 2026 geplant ist.

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Volkswagens Strategie verbindet Kostendisziplin mit langfristigen Technologieinvestitionen, um die Zukunft des Konzerns zu sichern. Die SDV-Plattform und die Zusammenarbeit mit Rivian sollen die Position im Bereich Elektromobilität stärken. Der Erfolg wird jedoch davon abhängen, ob es gelingt, die aktuellen Marktprobleme zu überwinden und die Exportleistung in Schlüsselregionen wie China wieder zu beleben.

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