16 March 2026, 14:06

Warum der 2. Februar dem arbeitslosen Lufterfrischer gehört

Ein Plakat mit hellblauem Hintergrund zeigt eine Person im Anzug und mit ernster Miene neben der Ankündigung "Legal Holiday Washington's Birthday, February 22nd - No Business Transacted" in fetter schwarzer Schrift.

Warum der 2. Februar dem arbeitslosen Lufterfrischer gehört

Jedes Jahr am 2. Februar findet in Deutschland ein ungewöhnlicher Feiertag statt – der Tag des arbeitslosen Lufterfrischers. Die skurrile Tradition begann 2017, initiiert von Hörern des WDR-Radiosenders 1Live. Sie ehrt alte, geruchlose Lufterfrischer, die ihre eigentliche Bestimmung längst überlebt haben.

Der Tag entstand als humorvolle Hommage an vergessene Haushaltsgegenstände. Die Idee stammte von 1Live-Hörern und fand schnell Anklang. Statt ausgediente Lufterfrischer wegzuwerfen, sollen die Menschen sie an diesem Tag noch einmal bewahren – wenn auch ohne Funktion.

Zur Feier des Tages verzichten Teilnehmer bewusst auf Düfte. Im Mittelpunkt steht die Wertschätzung für die "pensionierten" Lufterfrischer, die ihrer ursprünglichen Aufgabe beraubt sind. Der Feiertag reiht sich ein in andere kurieuse Gedenktage, die auf Websites wie kuriose-feiertage.de dokumentiert werden. Die Plattform erfasst seit 2011 informelle Feiertage, die im Internet entstanden sind.

Zu diesen eigenwilligen Anlässen zählen etwa der Tag der Zimtsterne (11. Dezember) oder der Tag des Kartoffelsalats mit Würstchen (24. Dezember). Offiziell anerkannt sind sie nicht – es handelt sich um reine Netztraditionen, die von Einzelpersonen oder kleinen Gemeinschaften ins Leben gerufen wurden. Sven Giese, Betreiber von kuriose-feiertage.de, hat im Laufe der Jahre zahlreiche dieser verspielt-absurden Feiertage gesammelt.

Der Tag des arbeitslosen Lufterfrischers bleibt zwar eine Nische, aber eine unterhaltsame. Er gibt den Menschen einen Grund, innezuhalten und über Alltagsgegenstände nachzudenken, die ihre Nützlichkeit verloren haben. Jahr für Jahr am 2. Februar wird der skurrile Brauch gepflegt – und hält so die Tradition der ausgefallenen Feiertage lebendig.

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