Warum die Welt von Meinungen überflutet wird – und was die Natur dazu sagt
Leon SchulzWarum die Welt von Meinungen überflutet wird – und was die Natur dazu sagt
Diese Woche wurden Diskussionen von Meinungen zu jedem erdenklichen Thema überflutet. Die Debatten reichten vom Nahostkonflikt über Windräder bis hin zu Ananas auf Pizza. Es scheint, als würde der Welt nie der Streitstoff ausgehen.
Der Autor entwirft ein verspieltes Bild der Natur, die sich ihre eigene Meinung über die Menschen bildet. In dieser imaginären Szene teilen ein Schlafzimmer-Kaktus, Mücken und Sonnenblumen ihre Gedanken mit. Selbst das Mittelmeer mischt sich ein und sortiert Urlauber nach ihrem Verhalten.
Manche glauben, die Menschen wenden sich der Natur zu, um dem Urteil anderer zu entgehen. Doch Talkshows, Podcasts und Online-Foren produzieren unermüdlich neue Standpunkte. Wer seine Meinung für sich behält, gilt fast schon als Außenseiter.
Der Autor gibt zu, skeptisch gegenüber achtsamem Atmen zu sein. Gleichzeitig schlägt er eine radikale Lösung vor: Jeder sollte sich auf nur drei Meinungen pro Tag beschränken. Der Strom der Meinungen zeigt keine Anzeichen von Erschöpfung. Natur, Talkshows und sogar das Meer werden in die Debatten hineingezogen. Die Idee, die tägliche Meinungsäußerung zu begrenzen, bleibt vorerst genau das – eine Idee.
