13 June 2026, 00:07

Weihenstephan setzt auf grüne Logistik mit Solarstrom und E-Lkw-Ladestationen

Weihenstephan eröffnet Lade- und Energiehafen für Elektrolkws

Weihenstephan setzt auf grüne Logistik mit Solarstrom und E-Lkw-Ladestationen

Die Staatsbrauerei Weihenstephan hat einen bedeutenden Schritt in Richtung ihrer Nachhaltigkeitsziele unternommen. Das Unternehmen kooperiert dafür mit Delta Charge und hat in Freising ein batteriegestütztes Lade- und Energiedepot für Elektro-Lkw in Betrieb genommen. Dieser Schritt ist ein zentraler Baustein der Dekarbonisierungsstrategie des Traditionsbetriebs.

Die neue Anlage vereint Schnellladetechnik, Batteriespeicher, Solarstrom und ein KI-gestütztes Energiemanagementsystem. Zwei an der Decke montierte Schnellladestationen mit je 150 kW Leistung ermöglichen das zügige Aufladen der Elektro-Lkw. Ein modularer Batteriespeicher stellt zunächst 125 kW Leistung und eine Kapazität von 257 kWh bereit, lässt sich aber auf bis zu 375 kW und 771 kWh ausbauen.

Der Batteriespeicher ist mit der bereits vorhandenen 380-kWp-Solaranlage auf dem Gelände verbunden. Dadurch kann die Ladeinfrastruktur mit vor Ort erzeugtem Solarstrom betrieben werden. Eine KI-basierte Steuerung regelt die Energieverteilung zwischen Solarmodulen, Batteriespeicher und Ladestationen.

Das Konzept ist skalierbar und lässt sich auch auf andere Logistik- und Industrieanwendungen übertragen. Die Projektpartner betonen die wachsende Bedeutung der Kombination aus Elektro-Lkw, stationären Batteriespeichern und intelligentem Energiemanagement.

Weihenstephan zählt damit zu den ersten großen deutschen Brauereien, die ein solches System einführen. Der Standort versorgt die hauseigene Elektro-Lkw-Flotte und reduziert gleichzeitig die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz. Die Initiative zeigt, wie erneuerbare Energien und smarte Technologien in industriellen Umgebungen Hand in Hand arbeiten können.

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