Wie Archive in Baden-Württemberg zu digitalen Wissenszentren werden
Jonas SchulteWie Archive in Baden-Württemberg zu digitalen Wissenszentren werden
Landeskonferenz in Emmendingen rückt den Wandel der Archive in den Fokus
Eine landesweite Fachtagung in Emmendingen hat gezeigt, wie sich Archive neu erfinden. Am 23. April 2026 kamen Expertinnen und Experten aus Baden-Württemberg zusammen, um über die zukünftige Rolle dieser Einrichtungen zu diskutieren. Längst sind Archive nicht mehr nur Orte der Dokumentenlagerung – sie entwickeln sich zu modernen Wissenszentren und digitalen Dienstleistern.
Im Mittelpunkt der Konferenz standen Projekte, die das Potenzial von Archiven neu definieren. Ein Beispiel war das virtuelle Stadtmuseum Winnenden, das mit digitalen Werkzeugen Geschichte auf innovative Weise erlebbar macht. Ein weiterer Höhepunkt war der KI-gestützte Chatbot der Stadt Ulm, der Fragen zur Regionalgeschichte beantwortet und den Zugang zu Archivbeständen erleichtert.
Die Teilnehmer besichtigten zudem das Deutsche Tagebucharchiv in Emmendingen und erhielten Einblicke in die Bewahrung und Vermittlung persönlicher Aufzeichnungen. Thematisiert wurden auch neue rechtliche Vorgaben, der Schutz von Kulturgut sowie der Trend zu offenen, nutzerfreundlichen Angeboten. Die Botschaft war eindeutig: Archive übernehmen heute eine aktive Rolle in Bildung, Forschung und gesellschaftlicher Teilhabe.
Fachleute betonten, dass Technologie der Schlüssel für diese Entwicklung ist. Digitale Plattformen und interaktive Tools helfen Archiven, ein breiteres Publikum zu erreichen. Der Fokus verschiebt sich von der bloßen Bewahrung hin zu einer lebendigen und zugänglichen Vermittlung von Geschichte.
Die Veranstaltung unterstrich: Archive sind längst keine reinen Aufbewahrungsorte mehr. Sie wandeln sich zu dynamischen Orten des Lernens und Entdeckens. Mit Initiativen wie virtuellen Museen und KI-Chatbots zeigen die Einrichtungen in Baden-Württemberg, wie moderne Archivarbeit aussehen kann.






