Wie Disco in den 1970ern die Musikwelt revolutionierte und bis heute nachwirkt
Jonas SchulteWie Disco in den 1970ern die Musikwelt revolutionierte und bis heute nachwirkt
Disco eroberte in den mittleren 1970er-Jahren die Musikszene. Die neue, beschwingte Richtung bot eine willkommene Abwechslung zur erstarrten Popmusik und dem selbstverliebten Rock der Zeit. Aus einem Nischensound entwickelte sich der Stil rasant zu einem weltweiten Phänomen.
1976 wurde Disco zum Soundtrack einer ganzen Generation. Die deutsche Band Silver Convention stürmte mit Fly Robin Fly die US-Charts. Auch die Bee Gees fanden in diesem Jahr mit You Should Be Dancing zu ihrem markanten Disco-Klang.
Zur gleichen Zeit arbeitete der Produzent Giorgio Moroder in München mit Donna Summer zusammen. Ihre gemeinsamen Stücke – darunter Love to Love You Baby und I Feel Love – prägten den Sound der Ära maßgeblich. Frank Farians Boney M. verband karibische Rhythmen, Disco-Beats und europäischen Pop und feierte mit Hits wie Daddy Cool weltweiten Erfolg.
1977 erreichte die Bewegung mit Saturday Night Fever ihren Höhepunkt. Der Film und sein Soundtrack machten Disco-Stil und Tanzbewegungen populärer denn je. Wie der Punk rebellierte auch Disco gegen musikalische Arroganz – mit eingängigen, energiegeladenen Songs.
Die Disco-Revolution veränderte die Popmusik für immer. Ihr Einfluss ist bis heute bei Künstlern wie Madonna, Daft Punk, Dua Lipa oder Beyoncé spürbar. Das Erbe des Genres lebt in der modernen Dance- und Pop-Szene weiter.
