05 April 2026, 02:05

WM-Vorbereitung der DFB-Elf: Sieg gegen Ghana überdeckt defensive Schwächen nicht

Eine Gruppe von Männern in grünen T-Shirts steht auf einem Fußballfeld in der Nähe eines Torpfostens mit einem Ball auf dem Boden und verschiedenen Hintergrundelementen wie Bäumen, Gebäuden und Fahrzeugen.

WM-Vorbereitung der DFB-Elf: Sieg gegen Ghana überdeckt defensive Schwächen nicht

Deutschlands WM-Vorbereitung stockt: Trotz Sieg gegen Ghana bleiben Defensivprobleme und taktische Fragen

Die Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft auf die bevorstehende Weltmeisterschaft hat einen Dämpfer erlitten. Trotz eines knappen 2:1-Erfolgs gegen Ghana bleiben defensive Fehler und taktische Schwächen ein großes Problem. Bundestrainer Julian Nagelsmann räumt nun ein, dass andere Nationen als stärkere Titelanwärter gelten.

Das jüngste Testspiel gegen Ghana offenkundigte bekannte Defizite. Die Abwehr der DFB-Elf wirkte erneut unsicher und ermöglichte dem Gegner durch einfache Fehler Torchancen. Schon früher in der Woche hatte Nico Schlotterbecks riskanter Pass der Schweiz fast ein Tor beschert – ähnliche Patzer wiederholten sich nun.

Gegen Ghana erzielte Kai Havertz per Elfmeter in der ersten Halbzeit die Führung. Doch es war der eingewechselte Deniz Undav, der in der 88. Minute den entscheidenden Treffer markierte und damit den Sieg sicherte. Dennoch bleibt er unter Nagelsmann vorerst nur eine Bankoption.

Undav ist derzeit in herausragender Form: Mit 18 Bundesliga-Toren in der Saison 2025 übertrifft er alle anderen Stürmer im Kader. Dennoch setzte Nagelsmann in den letzten Spielen auf Havertz und Niclas Woltemade als Sturmduo. Der Bundestrainer hält an seinem System fest – trotz Undavs Wirkungskraft als Joker.

Die defensiven Schwächen des Teams traten erneut zutage. Drei von sieben Torabschlüssen der Schweiz fanden früher in der Woche das Netz, was Fragen zur defensiven Organisation aufwirft. Auch Nagelsmanns taktische Entscheidungen, etwa der Einsatz von Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger statt im Mittelfeld, stehen in der Kritik.

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Einige Spieler glänzen trotzdem: Florian Wirtz, Antonio Rüdiger, Jamal Musiala und Lennart Karl liefern Weltklasse-Leistungen ab. Doch da Nagelsmann einräumt, dass Deutschland nicht mehr zu den Favoriten zählt, wächst der Druck vor dem Turnier.

Der Sieg gegen Ghana war zudem von Kontroversen überschattet. Schiedsrichter Stuart Attwell, der den Elfmeter für Deutschland gab, war derselbe Video-Assistent, der im Viertelfinale der EM 2024 einen klaren Strafstoß gegen die DFB-Elf nicht gegeben hatte.

Der Erfolg gegen Ghana hält zwar die Moral aufrecht, doch die Probleme sind offenkundig. Defensive Unsicherheiten und taktische Starrheit machen das Team angreifbar. Wenn Nagelsmann trotz Undavs entscheidender Einwechslungen an seiner Aufstellung festhält, könnte Deutschland das bei der WM teuer zu stehen kommen.

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