Wolfsangriff bei Urnshausen: Sechs Schafe tot – Schäfer fordern strengere Regeln
Leon SchulzWolfsangriff bei Urnshausen: Sechs Schafe tot – Schäfer fordern strengere Regeln
Wolfsangriff auf Schafherde bei Urnshausen: Sechs Mutterschafe tot, acht schwer verletzt
Ein Wolfsangriff auf eine Schafherde in der Nähe von Urnshausen hat sechs Mutterschafe getötet und acht weitere schwer verletzt. Der Schäfermeister Egon Specht entdeckte die Tiere am Sonntagmorgen – ein Vorfall, der bei lokalen Tierhaltern Besorgnis auslöst. Die Attacke hat die Forderungen nach strengeren Regelungen im Umgang mit Wölfen, die Herden bedrohen, erneut entfacht.
Specht fand die toten und verletzten Schafe bereits in den frühen Morgenstunden des Sonntags. Die Tiere wiesen tiefe Bisswunden auf, was ihn zu dem Schluss brachte, dass Wölfe die Angreifer gewesen sein müssten. Seine Familie vermutet, dass mehr als ein Wolf an dem Angriff beteiligt war.
Die Schäfer meldeten den Vorfall dem Thüringer Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse im Umweltministerium. Beamte nahmen Proben, um zu bestätigen, ob tatsächlich Wölfe für den Angriff verantwortlich sind. Die Familie Specht steht nun vor einer schweren finanziellen Belastung, da jedes verlorene Schaf Jahre der Zucht und Pflege repräsentiert.
Lokale Schäfer betonen seit Langem ihre Rolle bei der Erhaltung der offenen Kulturlandschaft der Rhön durch extensive Beweidung. Dieser jüngste Angriff hat die Rufe thüringischer Nutztierhalter nach klareren rechtlichen Maßnahmen gegen sogenannte "Problemwölfe" verstärkt.
Der Angriff hinterlässt bei der Familie Specht erhebliche Verluste und schürt die Ängste anderer Schäfer. Die Behörden werten derzeit Beweise aus, um den beteiligten Raubtiernachweis zu erbringen. Unterdessen fordern Landwirte weiterhin wirksamere Schutzmaßnahmen gegen Wolfsangriffe auf Nutztiere.






