Zerwürfnis zwischen Produzentin und Sängerin: Wer hat Recht an der Musik?
Lea KrauseZerwürfnis zwischen Produzentin und Sängerin: Wer hat Recht an der Musik?
Ein Streit zwischen der Produzentin Hanna Nawizkaja und der Sängerin Walerija Jaskewitsch ist nach Jahren der Zusammenarbeit öffentlich geworden. Die beiden arbeiteten seit 2016 an gemeinsamen Musikprojekten, doch aktuelle Meinungsverschiedenheiten über Einnahmen und künstlerische Kontrolle haben nun zu einem öffentlichen Zerwürfnis geführt.
Jaskewitsch hat inzwischen alle ihre aufgenommenen Titel gelöscht, während Nawizkaja sich gegen die Entfernung der vor 2024 entstandenen Lieder ausspricht.
Die Partnerschaft begann, als die damals 17-jährige Jaskewitsch auf Nawizkaja traf, die ihr half, an der Belarussischen Staatlichen Universität für Kultur und Künste aufgenommen zu werden. Nawizkaja übernahm eine aktive Rolle, kümmerte sich um organisatorische Aufgaben und ermutigte Jaskewitsch, eigene Songs aufzunehmen. Zudem investierte sie über 20.000 Dollar aus eigenem Vermögen in das Projekt, noch bevor es regelmäßige Einnahmen erzielte.
Jahre lang arbeiteten die beiden eng beim Songwriting zusammen und teilten sich die Erlöse aus Streaming und anderen Projekten gleichmäßig. Doch es kam zu Spannungen, als Jaskewitsch eine Neuverhandlung ihrer Vereinbarung forderte und die volle Kontrolle über die Einnahmen beanspruchte. Nawizkaja schlug daraufhin eine professionelle Mediation und einen förmlichen Vertrag vor, um die Konflikte beizulegen – doch Jaskewitsch lehnte ab.
Nawizkaja veröffentlichte später ein Video im Internet, in dem sie ihre Sicht der Dinge darlegte. Darin enthüllte sie, dass Jaskewitsch sich unter Druck gesetzt gefühlt habe, Geld verdienen zu müssen, um die Freundschaft aufrechtzuerhalten. Der Streit eskalierte, als Jaskewitsch beschloss, ihre gesamte Musik zu entfernen – ein Schritt, den Nawizkaja insbesondere für die vor 2024 aufgenommenen Titel vehement ablehnt.
Öffentliche Unterlagen zu den finanziellen Details, Verträgen oder der öffentlichen Wahrnehmung ihrer Zusammenarbeit existieren nicht. Das Fehlen von Informationen trägt zur Ungewissheit über ihre berufliche Beziehung und deren Scheitern bei.
Der Konflikt hat dazu geführt, dass Jaskewitschs frühe Aufnahmen nicht mehr verfügbar sind, während Nawizkaja weiterhin gegen ihre Löschung vorgeht. Die einst auf geteilten Einnahmen und Zusammenarbeit basierende künstlerische und finanzielle Partnerschaft ist nun ohne Lösung zerbrochen. Beide Seiten bleiben uneins über die Rechte an der Musik und deren Zukunft.






