17 March 2026, 12:06

Anti-Duckface-Day: Wie eine Comedy-Gruppe Social Media aufmischt

Schwarzes und weißes 1923er Plakat mit der Aufschrift "Humoristische Liste" und drei karikaturartigen Figuren mit menschlichen Gesichtern.

Anti-Duckface-Day: Wie eine Comedy-Gruppe Social Media aufmischt

Anti-Duckface-Day kehrt am 22. Juli 2012 zurück – und feiert damit sein zweites Jahr als humorvolle Protestaktion gegen einen weitverbreiteten Social-Media-Trend. Die Initiative geht auf das deutsche Comedy-Trio Y-TITTY zurück, das den Aktionstag 2011 ins Leben rief, um Menschen dazu zu bewegen, die übertriebene Schmollmund-Pose, bekannt als "Duckface", hinter sich zu lassen.

Die Idee entstand 2011, als die Kölner Gruppe Y-TITTY die Kampagne startete und im ersten Jahr rund 21.000 Teilnehmer mobilisierte. Im Mittelpunkt steht die Plattform antiduckface.com, auf der Beispiele für Duckface-Fotos gesammelt werden – mal schmunzelnd, mal leicht spöttisch, um den Trend zu karikieren.

Am Anti-Duckface-Day zeigen Unterstützer Haltung, indem sie ihr Profilbild gegen ein spezielles Kampagnen-Logo austauschen. Der Begriff "Duckface" bezeichnet dabei eine Pose, bei der vor allem junge Frauen die Lippen übertrieben spitzen, als wollten sie einen Kuss andeuten.

2012 waren keine Prominenten öffentlich mit dem Trend verbunden; die Veranstalter setzten stattdessen auf grassroots-artige Beteiligung über Social-Media-Aktivismus.

Die Aktion wächst weiter als spielerische Kritik an einer weitverbreiteten Foto-Geste. Durch den Tausch der Profilbilder und das Teilen des Anti-Duckface-Logos wollen die Teilnehmer die Social-Media-Kultur ein Stück weit von der Pose wegbewegen. Die Macher der Kampagne bleiben über ihre Online-Plattform aktiv, um den Tag bekannt zu machen.

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