Elversberg trennt sich von Trainer Alexander Ende trotz Tabellenplatz drei
Moritz HoffmannElversberg trennt sich von Trainer Alexander Ende trotz Tabellenplatz drei
Der SV Elversberg hat Cheftrainer Alexander Ende nach einer Phase durchwachsener Ergebnisse entlassen. Die Entscheidung fiel nach einer deutlichen 0:6-Niederlage gegen Dynamo Dresden, obwohl sich die Mannschaft anschließend erholte und in der 2. Bundesliga auf Platz drei vorarbeitete. Die Vereinsführung begründete den Schritt mit der Notwendigkeit, den langfristigen sportlichen Erfolg zu sichern.
Der Verein gab Endes Abgang am Montag bekannt und verwies dabei auf unbeständige Leistungen, trotz jüngster Fortschritte. Die 0:6-Pleite im DFB-Pokal gegen Dresden hatte zunächst Bedenken geweckt, doch Elversberg stabilisierte sich anschließend und erreichte mit 48 Punkten aus 25 Spielen nur zwei Zähler weniger als Tabellenführer Schalke 04.
Sportdirektor Ole Kittner würdigte Endes Stärken und bezeichnete ihn als einen "herausragenden Trainer mit einer klaren Fußballphilosophie". Zudem lobte er die offene und ehrliche Kommunikation des scheidenden Coaches sowie dessen faire Behandlung aller im Verein. Auch Co-Trainer Muhovic wurde für seinen Einsatz während der Übergangsphase anerkannt.
Die Vereinsführung kam zu dem Schluss, dass sich Endes langfristige Vision nicht ausreichend auf dem Platz widerspiegelte. Daher übernimmt nun U23-Trainer Kieran Schulze-Marmeling interimistisch das Amt und bereitet die Mannschaft auf das nächste Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg vor.
Aktuell belegt Elversberg mit konstanteren Leistungen als viele Konkurrenten den dritten Tabellenplatz. Schulze-Marmelings Übergangsrolle beginnt sofort; der Verein strebt an, den Aufstiegskampf weiter voranzutreiben. Die Entscheidung steht für einen strategischen Kurswechsel und ist keine Reaktion auf ein einzelnes Ergebnis.