Dermapharm kauft eigene Aktien zurück – soll der Kurs jetzt steigen?
Moritz HoffmannDermapharm kauft eigene Aktien zurück – soll der Kurs jetzt steigen?
Dermapharm schließt Aktienrückkaufprogramm ab, um Kurs zu stützen
Nach Jahren der Stagnation seit dem Pandemie-Höchststand hat Dermapharm ein Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen, um den Kurs seiner Aktie zu stabilisieren. Den Aktionären wurden 42 Euro pro Aktie geboten – ein Aufschlag von 10 Prozent auf den damaligen Marktpreis.
Das Unternehmen ging 2018 an die Börse, wobei Gründer Wilhelm Beier knapp 80 Prozent der Anteile behielt. In den folgenden Jahren wuchs Dermapharm durch strategische Übernahmen, darunter Strathmann (2018), Allergopharma (2020) sowie Arkopharma und C3 (2022). Die jüngste Akquisition, Mucos, erfolgte 2025.
Auf dem Höhepunkt der Pandemie kletterte der Aktienkurs auf bis zu 90 Euro, angetrieben durch Dermapharms Rolle bei der Abfüllung des COVID-19-Impfstoffs von BioNTech. Seither blieb der Kurs jedoch weitgehend seitwärts. Um gegenzusteuern, startete das Unternehmen ein Rückkaufprogramm für bis zu 4,3 Millionen Aktien – fast 8 Prozent des Grundkapitals.
Da rund 4,8 Millionen Aktien angeboten wurden, erhalten die Aktionäre nur eine anteilige Zuteilung. Die Gruppe, zu der Marken wie Anton Hübner und Euromed gehören, hält zudem eine Beteiligung an Wellster Healthtech. Dagegen kämpft die Reimport-Tochter Axicorp mit aktuellen Schwierigkeiten.
Mit dem Rückkauf will Dermapharm den Aktienkurs nach langer Seitwärtsbewegung stützen. Das Angebot von 42 Euro pro Aktie bietet den Anlegern eine moderate Prämie. Gleichzeitig steuert das Unternehmen weiterhin Herausforderungen und baut sein Portfolio durch gezielte Übernahmen aus.






