"Richi"-Hype endet im Rechtsstreit: Familie Schönbächler stoppt Merchandise-Verkäufe
Moritz Hoffmann"Richi"-Hype endet im Rechtsstreit: Familie Schönbächler stoppt Merchandise-Verkäufe
Der virale Spruch "Richi", der durch Hermann Schönbächler bekannt wurde, hat eine juristische Auseinandersetzung um nicht autorisierte Merchandise-Artikel ausgelöst. Die Online-Händler Galaxus und Brack haben inzwischen Fan-Produkte mit dem Spruch aus ihrem Sortiment genommen. Die Familie Schönbächler, die die kommerzielle Nutzung nie genehmigt hatte, fordert ein Ende des Hypes um den Ausruf.
Der Spruch stammt aus einem Schweizer Fernsehmoment, als Hermann Schönbächler "Richi!" rief. Später wurde er durch den Influencer Zeki in dessen Comedy-Soundboxes zu einem Running Gag. Die Familie Schönbächler erteilte jedoch nie ihre Zustimmung zur Verwendung – und hat von den Verkäufen der Produkte auch keinen finanziellen Nutzen gehabt.
Die Familie forderte Zeki offiziell auf, das Meme aus seiner neuesten Soundbox zu entfernen. Dieser bestätigte, dass die überarbeitete Version den Ausruf nicht mehr enthalte, und behauptete, alle aktuellen Produkte entsprächen nun den rechtlichen Vorgaben. Dennoch verkauft Zeki weiterhin Restbestände der älteren Soundbox-Versionen.
Während Brack die Soundboxes komplett aus dem Angebot genommen hat, verkauft Galaxus weiterhin die aktualisierte Fassung – in der Annahme, dass der Vertriebspartner Swissmeme über die notwendigen Rechte verfüge. Derweil betonte der Schweizer Sender SRF, er habe die kommerzielle Nutzung des Spruchs ohne Zustimmung der Familie nie autorisiert.
Die Schönbächlers bitten um Privatsphäre und appellieren an die Öffentlichkeit, ihre Kinder zu respektieren und den Spruch nicht länger auszunutzen.
Die Entfernung der "Richi"-Merchandise-Artikel markiert einen Wandel im Umgang mit dem viralen Phänomen. Händler und Content-Creator müssen nun sicherstellen, dass sie rechtliche und ethische Standards einhalten. Die Haltung der Familie Schönbächler bleibt klar: Die kommerzielle Nutzung des Memes muss ohne ihre Zustimmung enden.






