31 March 2026, 00:06

Siemens plant radikale Umstrukturierung: Das Ende der Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure?

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit begleitendem Text, der die wirtschaftlichen Erholungstrends angibt.

Siemens plant radikale Umstrukturierung: Das Ende der Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure?

Siemens bereitet möglicherweise eine große interne Umstrukturierung im Rahmen seiner "One Tech Company"-Strategie vor. Medienberichten zufolge könnte der Konzern seine Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure auflösen. Ein solcher Schritt würde eine deutliche Wende in der Organisation des Technologiekonzerns markieren.

Die geplante Neuordnung folgt auf die Ankündigung von Vorstandschef Roland Busch vor eineinhalb Jahren, als er die "One Tech Company"-Strategie vorstellte. Ziel des Plans ist es, interne Silos abzubauen und Fachwissen konzernweit zu bündeln. Bereits zuvor hatte Siemens seine Healthineers-Sparte ausgegliedert – ein Zeichen für den größeren Trend, die Geschäftsabläufe zu straffen.

Laut den Überlegungen würden die beiden Kerngeschäftsbereiche Smart Infrastructure und Digital Industries künftig nicht mehr als eigenständige Einheiten fortbestehen. Stattdessen sollten ihre Teilbereiche direkt der Konzernführung unterstellt werden. Die aktuellen Spartenchefs Matthias Rebellius (Smart Infrastructure) und Cedrik Neike (Digital Industries) müssten ihre Rollen möglicherweise anpassen, falls die Umstrukturierung umgesetzt wird.

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Siemens hat sich zu den Details nicht geäußert und eine Stellungnahme zu einem aktuellen Bericht der Handelsblatt abgelehnt. Das Unternehmen betonte jedoch, dass vorerst keine Stellenstreichungen geplant seien. Zum 30. September 2025 beschäftigt Smart Infrastructure weltweit rund 79.400 Mitarbeiter; die Zahlen für Digital Industries wurden nicht veröffentlicht.

Mit der Strategie will Siemens doppelte Strukturen und parallele Entwicklungsarbeiten abbauen. Durch die Zusammenlegung der Bereiche erhofft sich der Konzern mehr Effizienz und eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Technologiesparten. Eine endgültige Entscheidung über die Umstrukturierung steht noch aus. Sollte der Plan genehmigt werden, würde er die interne Organisation von Siemens grundlegend verändern – ohne jedoch die Belegschaft zu verkleinern. Im Mittelpunkt bleibt die Zentralisierung von Know-how und die Vermeidung von Überlappungen in den Geschäftsprozessen.

Quelle