31 March 2026, 08:08

Stuttgart 21 öffnet Baustelle an Ostern für neugierige Besucher

Eine Karte von Stuttgart, Deutschland, die eine geplante Stelle hervorhebt, mit Text oben und unten.

Stuttgart 21 öffnet Baustelle an Ostern für neugierige Besucher

Stuttgart 21 öffnet Baustelle an Ostern für die Öffentlichkeit

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An Ostern öffnet die Baustelle von Stuttgart 21 ihre Tore für Besucher. Von Karsamstag bis Ostermontag können Interessierte zwischen 10:00 und 17:00 Uhr zentrale Bereiche des Großprojekts erkunden. Der Eintritt ist kostenlos, allerdings müssen die Tickets im Voraus gebucht werden – mit zeitlich gestaffelten Einlasszeiten, um Menschenmengen zu steuern.

Die Veranstaltung bietet eine seltene Gelegenheit, das historische Bonatz-Bau, das Dach des neuen unterirdischen Bahnhofs sowie Ausstellungen zum digitalen Eisenbahnknoten zu besichtigen. Die Organisatoren rechnen über die drei Tage mit bis zu 78.000 Besuchern.

Stuttgart 21 zählt zu den größten Infrastrukturprojekten Deutschlands und verwandelt das Stuttgarter Schienennetz grundlegend. Das Vorhaben umfasst einen neuen unterirdischen Hauptbahnhof, 56 Kilometer Tunnel und fast 60 Kilometer neue Gleise. Bisher sind alle Tunnel unter dem zentralen Talkessel sowie insgesamt 51 Kilometer fertiggestellt.

An anderen Abschnitten, wie dem Pfaffensteigtunnel, laufen die Arbeiten weiter: Die Vorbereitungen begannen im Februar 2026, die Inbetriebnahme ist für 2032 geplant – nach einem im April 2024 eingereichten Planfeststellungsantrag. Gleichzeitig werden die nördlichen Strecken durch letzte Gleislieferungen angeschlossen, und in Untertürkheim finden Sanierungen an den S-Bahn-Linien über den S21-Tunneln statt. Zudem entsteht am Stuttgarter Flughafen ein neuer Fernbahnhof als Alternative zum Ausbau der bestehenden dreigleisigen Anlage.

Das Projekt hat mit Verzögerungen zu kämpfen: Einige Medienberichte deuten an, dass der neue Bahnhof erst 2029 oder 2030 eröffnet werden könnte. Offizielle Bestätigungen dafür gibt es zwar nicht, doch bis Mitte 2026 soll ein überarbeiteter Betriebsplan vorliegen. Trotz der Rückschläge bleibt der unterirdische Bahnhof das Herzstück des Projekts – als Durchgangsbahnhof konzipiert, um Kapazität und Anschlüsse im Schienenverkehr zu verbessern.

Tickets müssen über die Website des Vereins Bahnprojekt Stuttgart–Ulm reserviert werden. Pro Person sind bis zu sechs Karten buchbar, um einen kontrollierten Zugang zu gewährleisten. Die Veranstaltung präsentiert nicht nur den Bahnhof, sondern auch Pläne für das Rosensteinviertel, das im Rahmen der Bahnhofsmodernisierung als neues Stadtquartier entsteht.

Die Osteröffnung gibt einen Einblick in den Fortschritt von Stuttgart 21, auch wenn wichtige Abschnitte noch im Bau sind. Mit weitgehend fertigen Tunneln und laufenden Bahnhofarbeiten prägt das Projekt weiterhin die Zukunft des regionalen Verkehrsnetzes. Offizielle Updates zum Zeitplan werden für Mitte 2026 erwartet.

Quelle