Stadtrat beschließt Haushalt 2026: Investitionen ohne Steuererhöhungen, aber wachsende Schulden
Jonas SchulteStadtrat beschließt Haushalt 2026: Investitionen ohne Steuererhöhungen, aber wachsende Schulden
Der Stadtrat hat den Haushalt für 2026 verabschiedet – mit Zustimmung von CDU, SPD, BfGT, FDP und einer Vertreterin der Grünen. Der Plan setzt auf umfangreiche Investitionen, verzichtet aber auf Steuererhöhungen. Dennoch bleiben Bedenken wegen der wachsenden Verschuldung und schrumpfender Rücklagen.
Laut Finanzprognosen könnte die Kreditaufnahme bis 2029 auf 344 Millionen Euro steigen, während die Rücklagen bis Ende des Jahrzehnts nahezu aufgebraucht sein dürften.
Für 2026 sind rund 92 Millionen Euro für zentrale Vorhaben vorgesehen. Schwerpunkte liegen auf dem Ausbau und der Modernisierung von Schulen, dem Neubau einer Feuerwehrwache sowie der Sanierung des städtischen Bauhofs. Zudem fließen Mittel in die Entwicklung des Geländes der ehemaligen Weberei.
Die Steuersätze bleiben unverändert – sowohl bei Grund- als auch Gewerbesteuern. Auch die Personalkosten sollen stabil bleiben, wobei neue Stellen nur dort geschaffen werden, wo die Finanzierung gesichert ist.
Gegen den Haushalt stimmten AfD, die Linke und neun Mitglieder der Grünen. Trotz der unterschiedlichen Positionen zielt der beschlossene Plan darauf ab, Investitionsbedarf und Haushaltsdisziplin in Einklang zu bringen. Die Verantwortlichen betonen, wie wichtig es sei, die steigende Verschuldung der Stadt zu begrenzen, um die langfristige Stabilität zu sichern.
Detaillierte Zahlen und Unterlagen zum Haushalt sind unter www.haushalt.website abrufbar.
Mit dem Haushalt 2026 setzt die Stadt auf deutliche Investitionen in Infrastruktur und Bildung. Gleichzeitig stehen Herausforderungen an: Steigende Kreditaufnahmen und sinkende Rücklagen könnten die finanzielle Lage bis Ende des Jahrzehnts weiter verschärfen – sofern keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.






