Julia Ruhs verlässt NDR nach Klarna-Streit und wechselt zur Bild

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Eine alte Zeitung mit dem Titel "Berliner Wespen" vom 21. Februar 1873, die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung zeigt, die sich unterhalten.Admin User

Julia Ruhs verlässt NDR nach Klarna-Streit und wechselt zur Bild

Die Journalistin und Politikwissenschaftlerin Julia Ruhs hat den Norddeutschen Rundfunk (NDR) nach Meinungsverschiedenheiten über ihre Herangehensweise in der Sendung Klarna verlassen. Ruhs, die für ihre liberal-konservative Haltung bekannt ist, wird künftig eine regelmäßige Kolumne für die Bild schreiben – den Auftakt macht ein Beitrag mit dem Titel Meine Meinung. Sie selbst bezeichnet sich als gemäßigter rechte Stimme und positioniert sich nah an Parteien wie FDP und CDU, kritisiert jedoch, was sie als Unterdrückung moderater Standpunkte wahrnimmt.

Die ausgebildete Journalistin und Politikwissenschaftlerin arbeitete zuvor für große Medienhäuser wie ARD und den Bayerischen Rundfunk (BR). Bei NDR moderierte sie die politische Dokumentationsreihe Klarna, die der Sender einstellte – offiziell wegen Bedenken hinsichtlich Ausgewogenheit, Nischenthemen und emotionaler Darstellungsweise. Ruhs behauptete später, sie sei dem Sender "zu rechts" gewesen.

2025 veröffentlichte sie das Buch Linke-grüne Meinungsmacht: Wie unser Land gespalten wird und festigte damit ihren Ruf als scharfe Kritikerin der Mainstream-Medienentwicklung. Ruhs argumentiert, dass die Vermeidung kontroverser Themen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Zuschauer in Richtung radikalerer Quellen treibe. Marion Horn, Chefredakteurin und Vorsitzende der Bild-Redaktion, lobte Ruhs als "messerscharfe Analytikerin" mit einer "furchtlosen, ungeschönten Perspektive" auf die Gesellschaft. Ihre neue Kolumne für die Bild wird mindestens zweimal monatlich erscheinen und sich mit politischen und gesellschaftlichen Themen befassen. Ruhs bleibt eine der bekanntesten jungen Medienstimmen Deutschlands, geprägt durch ihren direkten, liberal-konservativen Kommentarstil.

Ihr Wechsel zur Bild folgt auf ihren Abschied vom NDR, wo ihre Ansichten mit den redaktionellen Erwartungen kollidierten. Die Kolumne wird ihr eine Plattform für ihre unmissverständliche Analyse der deutschen Politik und Gesellschaft bieten. Der Schritt markiert einen weiteren Meilenstein in ihrer Karriere als lautstarke Kritikerin dessen, was sie als ideologische Schieflagen in den Medien wahrnimmt.

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