Streit um neues Wohnviertel am Sophienhafen: Hochwassergefahr überlagert 135 geplante Wohnungen
Streit um neues Wohnviertel am Sophienhafen: Hochwassergefahr überlagert 135 geplante Wohnungen
Die Pläne für ein neues Wohnviertel am Sophienhafen in Halle (Saale) haben nach der Zustimmung des städtischen Planungsausschusses sowie des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und öffentliche Ordnung konkrete Formen angenommen. Das Projekt sieht 135 Wohnungen in neun Gebäuden vor, doch Sorgen wegen Hochwassergefahr und Bodenbelastungen haben unter Lokalpolitikern und Anwohnern eine kontroverse Debatte ausgelöst.
Laut dem Bebauungsplanentwurf sind ein achtgeschossiges Gebäude sowie acht fünfgeschossige Blöcke mit versetzten Obergeschossen vorgesehen. Der Investor Guido Edinger wies auf technische Vorsorgemaßnahmen gegen Überflutungen hin und präsentierte ein Energiekonzept, das Kraft-Wärme-Kopplung mit Geothermie kombiniert. Die Planung folgt den Prinzipien des hochwasserangepassten Bauens, gewährleistet den Zugang zum Kotgraben-Bach und sieht gleichzeitig die Sanierung belasteter Böden vor.
René Rebenstorf, Leiter des halleschen Bauamts, wiegelte Bedenken ab und betonte, der Straßenquerschnitt biete ausreichend Schutz. Doch Katrin Möller von der Bürgerinitiative Saaleaue widersprach: Das Gelände sei in der Vergangenheit wiederholt überflutet worden. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnete das Vorhaben als „völligen Fehlgriff“ und kritisierte, die Bebauung eines Überschwemmungsgebiets sei unverantwortlich. Ökologische Aufwertungen umfassen die Entsiegelung von rund 2.500 Quadratmetern Fläche sowie die Begrünung von 40 Prozent der Dachflächen. Dennoch äußerte Silke Burkert (SPD) Befürchtungen, die Gebäudehöhen könnten Kaltluftschneisen blockieren und Evakuierungen bei Hochwasser erschweren. Daniel Petzold (CDU) hinterfragte, ob die Bodenuntersuchungen auf Schadstoffe gründlich genug seien. Ein konkreter Vorschlag für einen Grundstückstausch, um die Bebauung in Risikozonen zu vermeiden, liegt trotz der FDP Halle-Unterstützung für das Projekt im Februar 2024 nicht vor – die Partei hatte sich für städtebauliche Verbesserungen in dem Gebiet ausgesprochen.
Mit der Ausschusszustimmung schreitet das Projekt nun voran, doch bleibt der Widerstand wegen der Hochwassergefahren und ökologischer Bedenken bestehen. Bei Fertigstellung würden 135 Wohnungen entstehen, ergänzt um grüne Infrastruktur und Hochwasserschutzmaßnahmen. Mit Beginn der Bauarbeiten ist jedoch mit weiteren Prüfungen der Bodensicherheit und der Evakuierungspläne zu rechnen.
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